Herzinsuffizienz

Apotheker-Coaching optimiert Therapietreue

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LEIPZIG. Eine gemeinsame Betreuung herzinsuffizienter Patienten durch Arzt und Apotheker kann sich positiv auswirken auf deren Einnahmetreue und Lebensqualität. Das zeigt die Langzeitstudie „Pharm-CHF“(Apothekenbasiertes interdisziplinäres Programm für Patienten mit chronischer Herzmuskelschwäche).

Daten der vor kurzem im European Journal of Heart Failure publizierten Studie (doi.org/10.1002/ejhf.1503), hat der Direktor des Uniklinikums Leipzig Professor Ulrich Laufs jetzt auf dem Europäischen Herzinsuffizienz-Kongress in Athen präsentierte. In der randomisierten Studie war der Effekt einer fachübergreifenden Intervention bei Patienten mit Herzinsuffizienz bezüglich ihrer Medikamenteneinnahme untersucht worden. Insgesamt 237 Patienten, die im Mittel 74 Jahre alt waren, wurden durch den Arzt zufällig der Interventions- bzw. Kontrollgruppe zugeteilt.

Den Studienergebnissen zufolge verdoppelte sich der Anteil einnahmetreuer Patienten bei gezieltem Coaching durch Apotheker auf 86 Prozent. Zudem sei ihre Lebensqualität signifikant gestiegen. Laufs: „Kardiologen und Hausärzte würden eine solche pharmazeutische Dienstleistung begrüßen, weil sie den Patienten hilft, die mit dem Arzt vereinbarte Therapie optimal umzusetzen.“ (mu)

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