Geld und Vermögen

Arbeitszimmer ist für Ärzte kaum absetzbar

Veröffentlicht:

KÖLN (juk). Niedergelassene Ärzte, die Verwaltungsarbeiten für ihre Praxis zu Hause erledigen, können beim Fiskus keine Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer geltend machen. Das gilt nach einem Urteil des Finanzgerichts Köln zumindest dann, wenn für diese daheim erbrachten Tätigkeiten in der Praxis Räume zur Verfügung stehen.

Im konkreten Fall hatte das Finanzamt einem Arzt nicht gestattet, sein häusliches Arbeitszimmer als Sonderbetriebsausgaben abzusetzen. Der Grund: Ein Betriebsprüfer hatte festgestellt, dass alle Behandlungszimmer in der Praxis auch mit Schreibtischen, Schränken und Computern ausgestattet waren. Die Räume, so das Argument, konnten also nach den Sprechstunden und am Wochenende für die Verwaltungsarbeiten genutzt werden. Der Arzt war demnach überhaupt nicht auf ein Arbeitszimmer daheim angewiesen.

Das Finanzgericht Köln bestätigte nach Informationen des Deutschen Unternehmenssteuer Verbands die Rechtsauffassung des Finanzamtes. Der Mediziner könne die Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer nur geltend machen, wenn ihm für die berufliche Tätigkeit, die er dort ausübe, kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung stehe. Im vorliegenden Fall sei diese Voraussetzung jedoch nicht gegeben, da die Behandlungszimmer für die Erledigung der Büroarbeiten geeignet seien.

Az.: 10 K 681/06

Mehr zum Thema

Geldanlage

Indexfonds: Immer günstig, aber nicht immer gut

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
In vielen Kliniken bleibt kaum Zeit für die Weiterbildung, beklagen die jungen Ärzte.

© fizkes / stock.adobe.com

MB-Barometer offenbart

Ärztliche Weiterbildung in vielen deutschen Kliniken ein Fiasko!

Bayern-Spieler Joshua Kimmich beim Bundesligaspiel der Münchner gegen Hoffenheim.

© Sven Hoppe/dpa

Leitartikel

Kimmichs Impf-Bedenken und die Frage, wer was warum will