Prozess

Arzt gesteht sexuellen Missbrauch

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KONSTANZ. Ein wegen sexuellen Missbrauchs von Patientinnen angeklagter Neurologe hat vor dem Landgericht Konstanz ein Geständnis abgelegt. Das teilte der Vorsitzende Richter am Mittwoch mit. Die Öffentlichkeit war während des Geständnisses mit Blick auf die Persönlichkeitsrechte des 39-Jährigen von der Verhandlung ausgeschlossen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Ex-Oberarzt vor, an mehreren Patientinnen sexuelle Handlungen vorgenommen zu haben. Dabei soll er die Frauen gebeten haben, sich bis auf die Unterwäsche zu entkleiden.

Bei der Untersuchung soll er den Slip der Patientinnen teilweise zur Seite geschoben und die Frauen an und zwischen den Schamlippen berührt haben. Dabei habe der Mann das Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnis zu den Frauen ausgenutzt. Betroffen sind laut Anklage fünf Patientinnen - die Taten sollen zwischen April 2014 und Februar 2015 geschehen sein.

Laut Staatsanwaltschaft war der Neurologe bereits im Oktober 2016 wegen sexuellen Missbrauchs anderer Patientinnen verurteilt worden. Das Amtsgericht hatte eine Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verhängt und zur Bewährung ausgesetzt. Der Mann soll die Frauen bei Behandlungen unsittlich berührt haben.(dpa)

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