Recht

Arzthaftung bei Aufklärung eingeschränkt

KOBLENZ (dpa). Patienten müssen nachfragen, wenn sie die medizinische Aufklärung ihres Arztes vor einem Eingriff nicht verstanden haben. Anderenfalls kann der Arzt nicht ohne weiteres haftbar gemacht werden.

Veröffentlicht: 21.11.2011, 13:59 Uhr

Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz in einem Beschluss. Vielmehr müssten Anhaltspunkte dafür vorgelegen haben, dass der Patient mit der Aufklärung überfordert war.

Das Gericht wies mit seinem Beschluss die Schadenersatzklage einer Patientin ab. Nach Ansicht der Klägerin war ihr Einverständnis in eine Operation nicht wirksam, da sie die Aufklärung nicht verstanden habe.

Das OLG ließ dieses Argument aber nicht gelten: Selbst wenn diese Behauptung zuträfe, hätte die Patientin nachfragen müssen, meinten die Richter.

Ist dies nicht der Fall, müsse der Arzt das Aufklärungsgespräch weder intensivieren noch wiederholen.

Az.: 5 U 713/11

Mehr zum Thema

Kommentar zur Verschiebung der novellierten EU-Medizinprodukteverordnung

Nur die Notbremse gezogen

Infektionsschutzgesetz

Beschränkung des Aufenthalts ist rechtmäßig

Gesundheitswesen in Spanien

EuGH rügt Dauervertretung im Gesundheitsdienst

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
S1-Leitlinie zu COVID-19 aktualisiert

DEGAM

S1-Leitlinie zu COVID-19 aktualisiert

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden