Auch Rossmann will ins Arzneigeschäft einsteigen

HANNOVER (cben). Medikamente sind offenbar auch für Drogeriemärkte ein lohnendes Geschäft. Die Drogeriekette Rossmann aus Burgwedel bei Hannover will ins Apothekengeschäft einsteigen und folgt damit ihren Konkurrenten Schlecker und dm.

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Rossmann, die Nummer drei hinter Schlecker und dm, will aufholen. Die Drogeriekette arbeitet deshalb mit der Deutschen Internetapotheke in Erftstadt zusammen. Derzeit wirbt Rossmann lediglich für die Internetapotheke. So bald wie möglich will die Drogeriekette auch direkt bei der Internetapotheke einsteigen, hieß es. "Wenn dies möglich wird, wäre es für uns eine interessante Alternative", sagte ein Unternehmenssprecher der "Ärzte Zeitung".

Der niedersächsische Landesapothekerverband kritisierte das Vorhaben. "Kranke sind keine Konsumenten", sagte Uwe Hansmann, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes, der "Ärzte Zeitung". "Sie müssen heuschreckenfreie Zone bleiben. Rossmanns Vorhaben ist abzulehnen."

Der Gesetzgeber habe nicht umsonst die hoheitliche Aufgabe der Versorgung mit Medikamenten in die Hände von Selbstständigen gelegt, so Hansmann. Der Versand von verschreibungspflichtigen Medikamenten gehöre nicht in die Hände von Großketten.

Allerdings fühle man sich auch nicht bedroht, erklärte Hansmann. "Die Patienten werden mit den Füßen abstimmen und entscheiden, ob sie einen Service mit Nacht- und Notdienst, mit Beratung und Sonderservice wollen oder ihre Tabletten zwischen Schuhcreme und Fotoecke suchen wollen."

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