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Bayer Health Care will 2009 weiter wachsen

Mit einem Umsatzplus von 6,9 Prozent war 2008 für Bayer Health Care ein erfolgreiches Jahr. Damit das so bleibt, stockt Bayer das Forschungsbudget auf.

Von Ilse SchlingensiepenIlse Schlingensiepen Veröffentlicht:
Allein im Bereich Health Care fließen dieses Jahr 1,9 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung.

Allein im Bereich Health Care fließen dieses Jahr 1,9 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung.

© Foto: Bayer HealthCare AG

Der Bayer-Konzern setzt große Hoffnungen in den Gerinnungshemmer Xarelto® (Rivaroxaban), für den es im vergangenen Jahr die ersten Marktzulassungen gab. "Diesem innovativen Arzneimittel trauen wir künftig einen jährlichen Spitzenumsatz von mehr als zwei Milliarden Euro zu", sagte der Vorstandsvorsitzende Werner Wenning vor Journalisten in Leverkusen.

Das Medikament wird zur Prophylaxe von venösen Thromboembolien nach geplanten Hüft- oder Kniegelenkersatz-Operationen bei Erwachsenen eingesetzt. Für weitere Indikationen befinde sich Xarelto® in der letzten Phase der klinischen Entwicklung, sagte Wenning.

Im Jahr 2008 waren die oralen Kontrazeptiva der Yaz®-Reihe mit 1,2 Milliarden Euro (2007: eine Milliarde Euro) die größten Umsatzbringer im Pharma-Bereich. Das Multiple-Sklerose-Medikament Betaferon® (Interferon beta-1b) legte bereinigt um 15 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zu. Große Steigerungen verzeichnete Bayer auch beim Krebsmedikament Nexavar® (Sorafenib) und beim Intrauterinsystem Mirena®.

Im Bereich Health Care verzeichnete Bayer 2008 einen Umsatz von 15,4 Milliarden Euro, das war eine Steigerung um 6,9 Prozent. Davon stammten 10,7 Milliarden Euro aus Pharma (plus 4,3 Prozent) und 4,7 Milliarden Euro (plus 3,6 Prozent) aus Consumer Health.

"Für Bayer Health Care war 2008 ein starkes Jahr", betonte Wenning. Bayer halte langfristig an der Strategie fest, auch durch Zukäufe zu wachsen. "In Consumer Health und Pharma werden wir weiter Projekte analysieren." Zurzeit räume der Konzern aber der Liquidität und der Ergebnissicherung Vorrang ein. 2009 werde es weder im Gesundheitsbereich noch bei Pflanzenschutz oder Kunststoffen nennenswerte Transaktionen geben. Grundsätzlich setze Bayer weiterhin auf die breite Aufstellung im Pharma- und Consumer- Health-Bereich, sagte er. Kein Interesse habe der Konzern daran, von einem anderen Unternehmen das Generika-Geschäft zu übernehmen.

In die Forschung und Entwicklung (F&E) will Bayer in diesem Jahr 2,9 Milliarden Euro investieren. "Das ist das höchste F&E-Budget in der Geschichte unseres Unternehmens." Davon werden 1,9 Milliarden Euro in den Bereich Health Care fließen. Zwar ließe sich durch Einschnitte in diesem Bereich eine kurzfristige Ergebnisverbesserung erreichen. Das wäre aber kurzfristig gedacht, sagte Wenning. "Denn mit unseren Investitionen in Forschung und Entwicklung wollen wir zukunftsweisende Innovationen schaffen."

Für den Gesundheitsbereich erwartet Wenning 2009 ein Wachstum von drei bis fünf Prozent. Health Care solle 2009 in allen Divisionen währungsbereinigt stärker als die jeweiligen Märkte wachsen.

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