Klinik-Management

Bayern: Bessere Versorgung für Unfallopfer

MÜNCHEN (sto). Um eine schnelle Versorgung von Schwerverletzten und Unfallopfern rund um die Uhr sicherzustellen, haben sich jetzt 20 Kliniken im Traumanetz München-Oberbayern Nord zusammengeschlossen.

Veröffentlicht: 02.11.2011, 18:08 Uhr

Damit decken die Kliniken eine Region ab, die sich von München nach Norden über Ingolstadt bis Eichstätt, Schrobenhausen und Donauwörth erstreckt. Insgesamt sind vier überregionale und 16 regionale Krankenhäuser beteiligt.

Das Zentrum des Netzwerks bilden die Kliniken der Maximalversorgung wie das Klinikum rechts der Isar der TU München und das Klinikum Schwabing der Städtisches Klinikum München GmbH.

Das Traumanetzwerk mit allen beteiligten Häusern ist von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zertifiziert.

Komplexe Anforderungen an alle Beteiligten

Jedes Jahr erleiden in Deutschland etwa 35.000 Menschen ein Polytrauma. Drei Viertel der Betroffenen sind Unfallopfer.

Die Behandlung von Polytraumapatienten stelle komplexe Anforderungen an alle Beteiligten, hieß es bei der Gründung der Kooperation. Je höher der Organisationsgrad und je besser die Vorbereitung, desto schneller erhalte der Patient die optimale Versorgung.

Um sicherzustellen, dass Schwerstverletzte unabhängig von Ort und Zeit eines Unfalls nach den gleichen hohen Qualitätsstandards behandelt werden, hat die DGU die Bildung von regionalen Traumanetzwerken initiiert.

Rettungsleitstellen spielen wichtige Rolle

Das Traumanetzwerk München-Oberbayern Nord ist eines von sieben Netzwerken in Bayern. Die beteiligten Kliniken arbeiten seit Jahren zusammen.

Mit der Vereinbarung, die dem Netzwerk zugrunde liegt, werde die Kooperation enger und strukturierter, hieß es. So gibt es regelmäßige Treffen der Kliniken, bei denen etwa die Verlegungspolitik abgestimmt wird.

Bei internen Qualitätssicherungstreffen werden Maßnahmen zur Fehlervermeidung und kontinuierlichen Verbesserung festgelegt.

Eine wichtige Rolle im Traumanetzwerk spielen die Disponenten der Rettungsleitstellen, die entscheiden, in welches Krankenhaus ein Verletzter nach einem Unfall eingeliefert wird.

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