Direkt zum Inhaltsbereich

Bescheinigung über Verluste beantragen!

NEU-ISENBURG (lu). Ärzte, die Depots bei zwei oder mehreren Banken haben, sollten den 15. Dezember nicht verpassen: Bis dahin ist es aus steuerlichen Gründen ratsam, sich eine Verlustbescheinigung ausstellen zu lassen.

Veröffentlicht:

Seit diesem Jahr greift die Abgeltungssteuer. Die Bank führt bei Kapitalerträgen rund 25 Prozent der Gewinne direkt an den Fiskus ab. Macht der Anleger Verluste, werden diese in einem so genannten Verlustverrechnungstopf gesammelt. Abgeltungssteuer fällt erst an, wenn die Kapitalerträge höher sind als die roten Zahlen.

Doch die Sache hat einen Haken: Führt ein Anleger Konten und Wertpapierdepots bei mehreren Banken, so werden die realisierten Verluste im Wertpapierdepot einer Bank nicht mit Zinsgewinnen auf dem Konto eines anderen Instituts verrechnet - außer der Anleger beantragt für das Depot eine Verlustbescheinigung. "Das muss bis zum 15. Dezember geschehen", sagt der auf Ärzte spezialisierte Steuerberater Achim Albert aus Hösbach.

Liegt eine Verlustbescheinigung vor, verrechnet das Finanzamt die Gewinne und Verluste über die Steuererklärung. Sinnvoll ist dies jedoch nur, wenn die Kapitalerträge über den Sparerpauschbeträgen von 801 Euro für Ledige und 1602 Euro für Verheiratete liegen, da sonst keine Steuer anfällt. Wer bis Mitte Dezember keine Verlustbescheinigung verlangt, akzeptiert, dass die Bank die Verluste ins nächste Jahr vorträgt - was zur Folge hat, dass diese nur noch mit späteren Gewinnen bei eben dieser Bank verrechnet werden können.

Bei der Verrechnung müssen Ärzte zudem eine Besonderheit beachten: "Verluste mit Aktien können nur mit Aktiengewinnen verrechnet werden", so Albert. Wenn die roten Zahlen in einem Wertpapierdepot nur auf Geschäften mit Aktien basieren und kein weiteres Depot mit Aktiengewinnen existiert, nutzt die Verlustbescheinigung also nichts. Anders sieht es jedoch bei anderen Kapitalertragsarten aus: "Verluste aus der Veräußerung von Fonds, Anleihen, Zertifikaten und anderen Wertpapieren dürfen mit Gewinnen aus all diesen Wertpapierarten, aber auch mit Zinszahlungen, Dividenden, Ausschüttungen und selbst mit Aktiengewinnen verrechnet werden", so Albert.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Geldtipp-Podcast Pferdchen trifft Fuchs

Warum Rohstoffe in jedes Depot gehören

Mit Blick für Risiken und Möglichkeiten

So bauen Sie ein stabiles Vermögen auf

Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

Logo Cardisio

© oxyven

Oxyven

Intravenöse Sauerstofftherapie mit Applimed-O2 1000

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Logo vom ÄrzteTag extra der Ärzte Zeitung mit dem Porträt des Podcast-Gesprächspartners Reinhard Pfingsten von der apoBank

© apoBank

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie können Ärztinnen und Ärzte das neue Altersvorsorgedepot für den Ruhestand nutzen, Herr Pfingsten?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deutscher Apotheker- und Ärztebank (apoBank)
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Erfahrungsberichte aus ärztlicher Perspektive

DiGADocs: Hausärzte testen Digitale Gesundheitsanwendungen für Kollegen

Klassifikation von Herztönen nach Auskultation

Zusammenarbeit Mensch und KI: Das Vertrauen kann täuschen

Lesetipps
Richterhammer und Klemmbrett

© Andrii / Stock.adobe.com

Interview

EU AI Act: Was die neuen Transparenzpflichten für Praxen bedeuten