Gesundheitswirtschaft fordert

Chefsache Digitalisierung!

Die nächste Bundesregierung muss nach Ansicht von Gesundheits-Fachleuten die Digitalisierung stärker vorantreiben

Veröffentlicht:
Digitalisierung - die deutsche Gesundheitswirtschaft hinkt nach und sieht die Politik in der Pflicht.

Digitalisierung - die deutsche Gesundheitswirtschaft hinkt nach und sieht die Politik in der Pflicht.

© thampapon1 / stock.adobe.com

BERLIN. Digitalisierung wird nach Ansicht führender Unternehmen der Gesundheitswirtschaft von der Bundesregierung noch nicht groß genug geschrieben. Sie fordern daher von der nächsten Bundesregierung eine Grundsatzdiskussion über Big Data und ein stärkeres Engagement bei der Digitalisierung, wie eine exklusive Umfrage der "Ärzte Zeitung" ergab.

Der Vertreter der Gesundheitswirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie, Dr. Hagen Pfundner, fordert von der nächsten Bundesregierung ein stärkeres Engagement in Sachen Digitalisierung. Im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" sagte er; "Auf dem Spitzenplatz in der Erwartungshaltung an die nächste Bundesregierung steht für mich die Digitalisierung. Sie erreicht mit großen Schritten unsere gesamte Lebenswelt (Skype, Apps, Facetime, mobile Büros, autonomes Autofahren). Bezogen auf die Gesundheitswirtschaft stehen wir allerdings erst am Anfang."

Die industrielle Gesundheitswirtschaft sehe die Anwendung digitaler Möglichkeiten als grundsätzlich akzeptiert an, so Pfundner. Konkret bedürfe es verbindlicher Festlegungen zur Nutzung einheitlicher Datenformate und Softwareschnittstellen.Interoperabilität sei eine zentrale Voraussetzung für die Nutzung der Chancen von IT im Gesundheitssystem. Geschaffene Strukturen müssten ausbaufähig und erweiterbar bleiben, um mit der technischen Entwicklung Schritt zu halten.

Für digitale Entwicklungen sei eine leistungsfähige Start-up- und Entwicklerszene von großer Bedeutung. Diese brauche verbindliche Marktzugangsregeln. Der neue Mobilfunkstandard 5G biete zudem die Chance, mobilfunkgestützte Telemedizin-Anwendungen der Akut- und Regelversorgung flächendeckend einzuführen, sagte Pfundner. (sts)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Einsatz im Kriegsgebiet

Essener HNO-Ärztin hilft Menschen im Iran via Telemedizin

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

© Paolese / stock.adobe.com (Model mit Symbolcharakter)

Neuer Therapieansatz bei erektiler Dysfunktion

Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Kranus Health GmbH, München
Dr. Tino Großmann, Senior Vice President Connectivity bei der CompuGroup Medical

© CGM

„ÄrzteTag extra“-Podcast

„Die eAU wird der entscheidende Meilenstein sein“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: CompuGroup Medical
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Eine ältere Frau bekommt eine Impfung in den rechten Oberarm.

© David Pereiras / Stock.adobe.com

RCTs und Real-World-Evidenz

Wie gut die RSV-Impfung bei Erwachsenen wirkt – und ankommt