Zentralinstitut

DOAK-Anteil wächst, VKA gehen zurück

Direkte orale Antikoagulantien nehmen Vitamin-K-Antagonisten stetig weiter Verordnungsanteile ab.

Veröffentlicht:

Berlin. Die Verordnungszahlen direkter oraler Antikoagulantien liegen seit 2014 über denen von Vitamin-K-Antagonisten (VKA), und sie steigen weiterhin deutlich. Die VKA-Verordnungen sind zwischen 2014 und 2018 um 33 Prozent zurückgegangen, die DOAK-Verordnungszahlen sind dagegen im selben Zeitraum um 138 Prozent auf zuletzt rund 7,5 Millionen (in 2018) gestiegen. Das belegen aktuelle Zahlen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi).

DOAK würden bei Vorhofflimmern im Allgemeinen bei gleicher Wirksamkeit wie sicherer und einfacher zu handhaben beworben, da kein Therapiemonitoring erforderlich ist als VKA, heißt es in einer Mitteilung des Zi. „Die Entscheidung für einen VKA wie Phenprocoumon oder ein DOAK sollte sich nach Begleiterkrankungen, Komedikation und Präferenz des Patienten richten“, wird der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Professor Wolf-Dieter Ludwig, zitiert.

VKA sollten bekanntlich etwa bei Patienten mit hohem Risiko für gastrointestinale Blutungen eingesetzt werden – oder bei unsicherer Adhärenz, so Ludwig. Auch wenn der INR mit einem Vitamin-K-Antagonisten stabil im therapeutischen Bereich liege, sei kein Wechsel auf DOAK erforderlich. (mu)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

New Orleans

Herzkongress ACC 2026: Das sind die wichtigen neuen Studien

Insbesondere Clindamycin, Fluorchinolone und Flucloxacillin

Antibiotika wirken sich offenbar langfristig auf das Darmmikrobiom aus

Lesetipps
5 Blutproben in Röhrchen

© Pixel-Shot / Stock.adobe.com

Chronische Erkrankungen

Diese fünf Biomarker weisen auf Multimorbidität hin