Baden-Württemberg

Dauerbrenner VERAHmobil jetzt vierstellig

Speziell geschulte MFA fahren häufig mit VERAHmobil auf Hausbesuch. In Baden-Württemberg gibt es nun 1000 dieser kleinen Flitzer.

Veröffentlicht:

BIBERACH. Seit 2013 unterstützen speziell geschulte MFA als Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis (VERAH) Ärzte in Baden-Württemberg. Für am AOK-Hausarztvertrag beteiligte Praxen führen sie mit einem Fahrzeug (VERAHmobil) Routinehausbesuche durch – nach Angaben der Krankenkasse etwa hunderttausend pro Jahr. Am Dienstag wurde der Schlüssel für das landesweit 1000. VERAHmobil übergeben, wie es in einer Meldung der AOK Baden-Württemberg heißt.

Die VERAH übernehmen ärztlich delegierbare Aufgaben wie das Medikamenten- und Wundmanagement oder regelmäßige Routine-Hausbesuche.

Praxen können für sie zu Sonderkonditionen einen Kleinwagen in unterschiedlichen Ausführungen leasen. Das 1000. Fahrzeug sei an VERAH Christina Merk aus der Hausarztpraxis von Dr. Frank-Dieter Braun in Biberach übergeben worden, heißt es.

Es ist bereits das zweite VERAHmobil der Praxis, Merks Kollegin Stefanie Deubel sei bereits seit sechs Jahren regelmäßig damit unterwegs. „Meine Tätigkeit erfährt dadurch eine deutliche Aufwertung in der Außenwirkung und auch innerhalb des Praxisteams. Und durch den Leasing-Vertrag mit der Arztpraxis sind die Hausbesuchsfahrten auch rechtlich abgesichert“. Es gehe dabei nicht nur um Blutdruckmessen oder Medikamentenkontrolle. Erfahrene VERAHs würden aufgrund von Ausbildung und Erfahrung erkennen, ob jemand dement ist oder eine Fallneigung besteht.

Mit dem Service setzen die drei Vertragspartner des bundesweit ersten Vertrages zur hausarztzentrierten Versorgung – Baden-Württembergs AOK, MEDI und Hausärzteverband – auf Strukturen, um die wohnortnahe ambulante Versorgung zu verbessern und zu sichern. Ein Ende der mobilen Erfolgsstory sei nicht abzusehen. Mittlerweile werde der kleine Flitzer in drei weitere Bundesländer exportiert. (dab)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Tipps fürs Patientengespräch

Wie Sie schwierigen Patienten den Wind aus den Segeln nehmen

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Atemwegserreger

RSV-Welle hat begonnen

Tipps fürs Patientengespräch

Wie Sie schwierigen Patienten den Wind aus den Segeln nehmen

Lesetipps
So bitte nicht! Leichter kann man es Hackern kaum machen.

© Oleksandr Latkun/imageBROKER/picture alliance

Update

Datenschutz

Tipps: Darauf sollten Praxisteams bei Passwörtern achten