Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Die Wut scheint längst vergessen

Rebekka HöhlVon Rebekka Höhl Veröffentlicht:

Die Wut war groß, als vor ein paar Jahren zum ersten Mal von Qualitätsmanagement (QM) in Arztpraxen gesprochen wurde. Denn wieder sollte den Ärzten von der Politik etwas auferlegt werden, was zusätzliche Arbeit bedeutete. Nur den Nutzen konnte das Gros der Ärzteschaft nicht erkennen.

Aber natürlich setzte sich die Politik durch: Seit 2006 gibt es eine verbindliche QM-Pflicht für die Praxen, niedergeschrieben in der Richtlinie zum praxisinternen Qualitätsmanagement des Gemeinsamen Bundesausschusses. Danach mussten die Praxen 2007 bereits ihr QM planen, in diesem Jahr sollten sie sich dann mit der Umsetzung beschäftigen.

Und die Praxen liegen - trotz anfänglicher Wut - sehr gut im Plan. Erst vergangene Woche gab die KBV die Ergebnisse der ersten Stichprobenprüfung aus den einzelnen KVen bekannt. Letztere müssen nämlich jährlich den QM-Stand in 2,5 Prozent der Praxen prüfen. Die Überraschung: Ein Viertel der befragten Praxen befanden sich 2007 tatsächlich in der Planungsphase, 45 Prozent setzten ihr QM sogar schon um. Verweigerer gab es kaum. Aus der reinen Pflicht scheinen echte Praxiskonzepte geworden zu sein.

Nur bei einer Sache hapert es noch: Ärzte reden viel zu wenig über ihr QM.

Lesen Sie dazu auch: QM-Umsetzung: Wer Gutes tut, darf auch darüber reden

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Komplexe Gemengelage

COVID-Prophylaxe 2.0: Das gilt bei der Abrechnung

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö†

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Empfehlungen für die Therapie

So holen Sie Ihre Patienten aus der Post-Stroke-Depression

Leserumfrage

Umfrage zur E-Patientenakte: Alltag statt Aufbruch

Lesetipps
Viele Gespräche, sich viel Zeit nehmen – das setzt eine Suizidassistenz voraus.

© Lumos sp / stock.adobe.com

Begleitetes Sterben

Suizidassistenz gewinnt Bedeutung in deutschen Hausarztpraxen