Kommentar – Elektronische Patientenakte

E-Akte – Ärzte stehen alleine da

Anke ThomasVon Anke Thomas Veröffentlicht:

Bei der Ausgestaltung der E-Patientenakte, die Ende 2021 allen GKV-Versicherten zur Verfügung gestellt werden soll, möchten die Kassen gerne mehr als ein Wörtchen mitreden.

Und so ist es erklärbar, dass Kassen aufwändig eigene E-Gesundheitsakten entwickeln, die sie ihren Versicherten kostenlos zur Verfügung stellen.

Der Service, der gewiss sinnvoll sein kann, bedeutet zumindest zum jetzigen Zeitpunkt einen erheblichen Aufwand für die Praxen.

Diese ächzen sowieso unter der Bürokratielast und hohen Patientenzahlen. Gesundheitsbewusste Patienten, die gerne ihre Daten in der E-Akte mit sich tragen oder einfach mal die Gesundheitsapp ihrer Kasse ausprobieren wollen, wünschen möglicherweise von ihrem Arzt dann alle möglichen Daten. Dieser muss eine Einverständniserklärung einholen, Daten auswählen und weiterleiten.

Dieser Aufwand sollte angemessen vergütet werden – sollte man meinen. Hier herrscht allerdings auf Nachfragen bei Beteiligten eher Schweigen im Walde.

Die KBV verweist auf die unbefriedigende Situation, die Bundesärztekammer verweist auf die KBV, die Allianz auf die Bundesregierung und die DAK meint, dass durch digitale Angebote in Zukunft die Prozesse für Ärzte vereinfacht werden. Der Arzt steht am Ende mal wieder alleine da und kämpft sich – mit oder ohne E-Akte – durch den Praxisalltag.

Lesen Sie dazu auch: E-Gesundheitsakten - Wer bezahlt Ärzten den Aufwand?

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