Arbeitssicherheit

EU-Kommission überarbeitet Grenzwerte zur Krebsgefahr bei der Arbeit

Der Schutz vor Acrylnitril, Nickelverbindungen sowie Benzol soll mit in den europäischen Plan zur Krebsbekämpfung aufgenommen werden. Das hat die EU-Kommission angekündigt.

Veröffentlicht:

Brüssel. Zum Schutz vor Krebserkrankungen am Arbeitsplatz will die EU-Kommission Grenzwerte für drei weitere krebsverdächtige Stoffe einführen oder anpassen. Betroffen sind Acrylnitril, das etwa in Klebstoffen und Lösungsmitteln vorkommt, Nickelverbindungen – unter anderem in vielen Industrie- und Konsumgütern vorhanden – sowie Benzol, das etwa bei der Herstellung von Arzneimitteln und Kunststoffen verwendet wird und in Benzin enthalten ist.

Von der Überarbeitung der EU-Richtlinie über Karzinogene und Mutagene würden mehr als 1,1 Millionen Arbeitnehmer in mehreren Branchen profitieren, teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit.

Arbeitgeber müssen laut der EU-Richtlinie sicherstellen, dass ihre Beschäftigten am Arbeitsplatz den verdächtigen Stoffen möglichst nicht ausgesetzt sind. Europäisches Parlament und EU-Staaten müssen dem Vorschlag noch zustimmen.

„Ein Arbeitsplatz sollte ein sicherer Ort sein“, sagte EU-Sozialkommissar Nicolas Schmit. „Und dennoch ist Krebs die Ursache von mehr als der Hälfte mit Arbeit verbundenen Todesfälle.“ EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides betonte: „Heute machen wir einen wichtigen Schritt, um unsere Arbeitnehmer vor gefährlichen Substanzen am Arbeitsplatz zu schützen und unsere Arbeit im Rahmen unseres bevorstehenden europäischen Plans zur Bekämpfung von Krebs aufzunehmen.“ Einen solchen Plan will die Kommission noch 2020 vorlegen. (dpa)

Mehr zum Thema

Prävention

Arztbesuch vor Dienstreise oft Pflicht

Das könnte Sie auch interessieren
Probeentnahme für einen Corona-Test: In den USA sind im ersten Jahr der Coronaimpfung knapp 14 Prozent der komplett geimpften Krebskranken an COVID erkrankt, aber nur 5 Prozent der geimpften Patienten ohne Krebs. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© Pekic / Getty Images / iStock

Viele Durchbruchsinfektionen

COVID-19 bleibt auch für geimpfte Krebspatienten gefährlich

Notfall Thrombose – initial niedermolekulares Heparin

© LEO Pharma GmbH

DGA 2021

Notfall Thrombose – initial niedermolekulares Heparin

Anzeige | LEO Pharma GmbH
Schwangerschaftsassoziierte Thrombose: Warum NMH?

© LEO Pharma GmbH

DGA 2021

Schwangerschaftsassoziierte Thrombose: Warum NMH?

Anzeige | LEO Pharma GmbH
VTE-Inzidenz bei Krebs in den letzten 20 Jahren verdreifacht

© LEO Pharma GmbH

Publikation

VTE-Inzidenz bei Krebs in den letzten 20 Jahren verdreifacht

Anzeige | LEO Pharma GmbH
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Durchgerechnet. Um dem hohen GKV-Defizit entgegen zu wirken, plant das Bundesgesundheitsministerium viele Maßnahmen – etwa den Zusatzbeitrag zu erhöhen.

© Wolfilser / stock.adobe.com

Update

Wegen GKV-Defizit

Koalition will Ärzte zur Kasse bitten – die reagieren vergrätzt