Undenkbar

Eine Zukunft der Landarztpraxis ohne "MoNi"

Das Arztehepaar Renken im niedersächsischen Schneverdingen will auf seine Entlastungsassistentin nicht mehr verzichten. Und das, obwohl Dr. Michael Renken anfangs eher skeptisch war.

Von Angela MisslbeckAngela Misslbeck Veröffentlicht:
Mehr als 4000 Patienten versorgt das Arztehepaar Jasmin und Dr. Michael Renken in Schneverdingen.

Mehr als 4000 Patienten versorgt das Arztehepaar Jasmin und Dr. Michael Renken in Schneverdingen.

© Angela Mißlbeck

SCHNEVERDINGEN. Dr. Michael und Jasmin Renken wollen auf ihre "MoNi" nicht mehr verzichten. In ihrer hausärztlichen Praxis mit insgesamt neun Arzthelferinnen im niedersächsischen Schneverdingen versorgen die beiden Ärzte mehr als 4000 Patienten. "Ich schaffe das einfach nicht mehr", sagt Michael Renken.

Ältere Ärzte in der Region sind oft bis 23 Uhr in der Praxis, berichtet er. "Das ist nicht unser Lebensmodell." Renken und seine Frau haben eine sechsjährige Tochter. "Es geht nicht nur um Geld, es geht auch um Freizeit", so Renken.

MFA Andrea musste erst überzeugt werden

Seit 2011 macht das Arztehepaar Renken mit beim Modell Niedersachsen (MoNi). Seitdem übernimmt MoNi, die eigentlich Andrea heißt, Hausbesuche im Auftrag der Ärzte.

Andrea war schon vor dem Ehepaar Renken in der Praxis. Der Arzt erinnert sich an seine ersten Erlebnisse in der Praxis: "Erfahrene Arzthelferin zeigt jungem Arzt, wie Wundversorgung geht - so läuft es."

Anfangs hatte Renken Vorbehalte gegen die Teilnahme an dem Modellprojekt.

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