Bund der Steuerzahler mahnt

Elektronische Gesundheitskarte – ein Finanzgrab

Der Bund der Steuerzahler legte an diesem Donnerstag wie jedes Jahr Beispiele für die Verschwendung öffentlicher Gelder vor. Mit dabei: die eGK.

Veröffentlicht:
Jedes Jahr prangert der Bund der Steuerzahler an, wo bei Bund und Ländern öffentliche Gelder "verbrannt" werden. So auch im aktuellen 45. Schwarzbuch.

Jedes Jahr prangert der Bund der Steuerzahler an, wo bei Bund und Ländern öffentliche Gelder "verbrannt" werden. So auch im aktuellen 45. Schwarzbuch.

© jokerpro/stock.adobe.com

BERLIN. Ein High-Tech-Mülleimer für 10.500 Euro, eine Grünpflege für jährlich 250.000 Euro – und zusätzliche 47 Millionen Euro für Bundestagsbüros: Das 45. Schwarzbuch fasst Steuergeldverschwendung quer durch die Bundesrepublik zusammen. Auch in seinem diesjährigen 45. Schwarzbuch listet der Verband auf, wo Bund, Länder oder Kommunen nach seiner Meinung sorglos mit dem Geld der Bürger umgehen – sei es durch Fehlplanungen, Nachlässigkeiten oder fragwürdige Projekte.

In einem neuen Sonderkapitel befasst sich der Bund der Steuerzahler zudem mit Fehlschlägen sowie Potenzialen einer digitalen Verwaltung: Als "skandalöses Beispiel" wird hier die elektronische Gesundheitskarte genannt, die elf Jahre nach ihrer Einführung sowie voraussichtlichen Kosten für Praxen, Kliniken und Krankenkassen in Höhe von 2,2 Milliarden Euro immer noch nicht richtig genutzt werden könne.

Ein ebenso gravierendes Problem sei die mangelhafte Entwicklung von einheitlichen IT-Systemen im Steuer- und Sozialversicherungssystem, die alle staatlichen Ebenen miteinander verbinden sollen. Unkoordinierte Planungen hätten auch hier die Steuerzahler bereits Millionen Euro gekostet. (run)

Mehr zum Thema

Telematikinfrastruktur

Konnektor in der Cloud als Praxis-Back-up

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Die Bundestagsabgeordneten Lars Castellucci (SPD, v.l.), Kirsten Kappert-Gonther (Grüne), Benjamin Strasser (FDP), Ansgar Heveling (CDU) und Kathrin Vogler (Linke) stellen im Haus der Bundespressekonferenz einen Gesetzentwurf zur Suizidbeihilfe vor.

© Wolfgang Kumm/dpa

Fraktionsübergreifend

Neuer Gesetzentwurf zur Sterbehilfe präsentiert

Die Vakzine ComirnatyTextbaustein: Sonderzeichen/war von den Unternehmen BioNTech und Pfizer.

© SvenSimon / Frank Hoermann / picture alliance

Corona-Studien-Splitter

Dritte Corona-Impfdosis essenziell gegen Omikron