Notfall-Pens

Emerade®-Rückruf –So müssen Ersatzrezepte aussehen

Nur bei korrekter Muster-16-Kennung gibt es zuzahlungsfreien und als Praxisbesonderheit anerkannten Ersatz für den Notfall-Pen Emerade®.

Veröffentlicht:
Wichtig: In der Verordnungszeile muss der Hinweis „Ersatzverordung wegen Rückruf Emerade“ stehen.

Wichtig: In der Verordnungszeile muss der Hinweis „Ersatzverordung wegen Rückruf Emerade“ stehen.

© Henrik Dolle / stock.adobe.com

Berlin. Nach dem Rückruf des Notfall-Pens Emerade® durch das BfArM haben sich GKV-Spitzenverband und KBV jetzt auf Modalitäten zur Ersatzverordnung geeinigt. Danach darf auf dem Ersatzrezept ausschließlich dasjenige Arzneimittel vermerkt sein, das als Emerade®-Ersatz verordnet wurde. Außerdem muss über der Verordnungszeile der Hinweis „Ersatzverordung wegen Rückruf Emerade“ stehen.

Diese Kennzeichnung, so die KBV, sei wichtig, damit die durch die Ersatzverordnung verursachten Kosten bei einer eventuellen Wirtschaftlichkeitsprüfung unberücksichtigt bleiben. Außerdem bleibt nur bei einem entsprechend gekennzeichneten Rezept die Produktabgabe in der Apotheke für den Patienten zuzahlungsfrei.

Ersatzverordnungen infolge eines Produktrückrufs sind seit Inkrafttreten des GSAV (Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung) im August vorigen Jahres zuzahlungsfrei sowie als Praxisbesonderheiten einzustufen. Wie die KBV weiter berichtet, verhandelt sie derzeit noch mit dem GKV-Spitzenverband über eine rahmenvertragliche Regel zu Ersatzverordnungen „einschließlich der automatisierten Bedruckung durch die Verordnungssoftware“. Da diese Gespräche noch nicht abgeschlossen sind, „war für Emerade eine Übergangsregelung notwendig geworden“. (cw)

Mehr zum Thema

Pharma-Innovationen

Ethikrat thematisiert Anspruch auf faire Arzneimittelpreise

Das könnte Sie auch interessieren
Therapie mit GLP-1-RA: Mehr als nur Zuckerkontrolle

© Lilly Deutschland GmbH

Typ-2-Diabetes

Therapie mit GLP-1-RA: Mehr als nur Zuckerkontrolle

Anzeige | Lilly Deutschland GmbH
Fallbeispiel: HbA1c 9,3 trotz Metformin: Wie Therapie intensivieren?

© Lilly Deutschland GmbH

Typ-2-Diabetes

Fallbeispiel: HbA1c 9,3 trotz Metformin: Wie Therapie intensivieren?

Anzeige | Lilly Deutschland GmbH
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Plenardiskussion beim Hauptstadtkongress 2022: „Frauen machen Gesundheit, Männer führen: Wo bleibt Female Empowerment?“ Es diskutierten (von links:) Dr. Christiane Stehle, Tanja Heiß, Emily Troche, Moderatorin Katharina Lutermann, Dr. Susan Niemeyer, Frederike Gramm, Oberin Doreen Fuhr.)

© Rolf Schulten

Wenige weibliche Führungskräfte

Wie kommt das Gesundheitswesen zu mehr Chefinnen?