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Früh übt sich

Frankfurt startet ersten "Hausarzttrack"

Vorhang auf für ein neues Förderprogramm: Um Studierende frühzeitig an die ambulante Versorgung heranzuführen, setzt die Allgemeinmedizin Frankfurt auf Praxen.

Von Jana Kötter Veröffentlicht:

FRANKFURT/MAIN. Medizinstudierende, die ein besonderes Interesse an der ambulanten Versorgung haben, erhalten in Frankfurt ab dem kommenden Sommersemester ein neues Förderangebot: Beim „Hausarzttrack“ absolvieren 15 Teilnehmer pro Jahrgang die Blockpraktika im klinischen Semester nicht wie gewohnt in stationären Einrichtungen, sondern zum Großteil in Facharztpraxen.

So finden die Blockpraktika Chirurgie, Pädiatrie, Gynäkologie und Allgemeinmedizin in einer 1:1-Betreuung in niedergelassenen Praxen statt; das Blockpraktikum Innere Medizin ist weiter an den über 20 Frankfurter Lehrkliniken, jedoch gezielt in kleineren Häusern, geplant.

"Bundesweit Vorreiter"

Der „Hausarzttrack“ ist das neueste Projekt des Instituts für Allgemeinmedizin in Kooperation mit dem Dekanat des Fachbereichs Medizin sowie den Unterrichtsbeauftragten der involvierten Fächer.

„Mit dem hohen Bezug zu Facharztpraxen ist der ,Hausarzttrack‘ unseres Wissens nach bundesweit Vorreiter“, sagt Linda Barthen vom Institut für Allgemeinmedizin, die das Projekt gemeinsam mit Kollegin Lia Pauscher federführend betreut. „Wir hoffen, durch diese gezielte Förderung den ambulanten Bereich stärker in den Vordergrund zu rücken.“

Dabei gehe es nicht allein um die Allgemeinmedizin, betont Barthen im Gespräch mit der „Ärzte Zeitung“. Neben den Blockpraktika besteht der „Hausarzttrack“ aus dem Wahlfach im Umfang von vier Semesterwochenstunden.

Dieses Wahlfach setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen: spezifische Begleitseminare, ein Mentoringprogramm zum Austausch mit erfahrenen Ärzten und die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens. „Dass die Studierenden auch diese Bereiche gründlich kennenlernen, war uns wichtig“, so Barthen.

Bewerbungsphase läuft

Aktuell läuft erstmalig die Bewerbungsphase. Barthen ist zuversichtlich, dass sich der „Hausarzttrack“ zu einer festen Institution entwickelt und Vorbild für andere Unis werden könnte.

Dafür wird das Institut für Allgemeinmedizin das Projekt evaluieren und fortlaufend prüfen, „ob das Interesse für die ambulante und hausärztliche Versorgung tatsächlich nachhaltig angekurbelt werden kann“.

Die Bewerbung ist bis 30. November möglich .

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