Frauenärzte kritisieren unfairen Wettbewerb bei ambulanten Klinikbehandlungen

Veröffentlicht:
Gynäkologe beim Schallen: Kein fairer Wettbewerb bei ambulanten Leistungen in Kliniken.

Gynäkologe beim Schallen: Kein fairer Wettbewerb bei ambulanten Leistungen in Kliniken.

© Peter Widmann / imago

KÖLN (eb). Die ambulante Behandlung im Krankenhaus nach Paragraf 116 b stellt nach Ansicht der frauenärztlichen Genossenschaft GenoGyn eine ungleiche Konkurrenzsituation zulasten der niedergelassenen Fachärzte dar. Dies führe zu einer Kostenexplosion im Gesundheitswesen, kritisiert GenoGyn in einer Mitteilung.

Anders als niedergelassene Vertragsärzte unterlägen Krankenhäuser bei der ambulanten Behandlung keiner Kostenkontrolle. "Das ist kein fairer Wettbewerb", urteilt Dr. Caroline Hoppe aus dem erweiterten Vorstand der GenoGyn. Sie fordert Nachbesserung bei der Zulassung von Krankenhäusern zur ambulanten Versorgung.

Nach Paragraf 116 b Sozialgesetzbuch V sind Krankenhäuser unter bestimmten Voraussetzungen dazu berechtigt, Patienten auch ambulant zu behandeln - mit ausgewählten hoch spezialisierten Leistungen, bei seltenen Erkrankungen und bei Erkrankungen mit besonderen Krankheitsverläufen.

In der Realität aber entstehe durch den Paragrafen 116 b nicht Kooperation, sondern Konkurrenz, meint GenoGyn. Allein die Honorierung des freiberuflichen Arztes unterliege Budgets und sei damit limitiert.

In den zugelassenen Krankenhäusern erfolge eine Honorierung hingegen unlimitiert, weshalb auch Kassen kostentreibende Szenarien fürchteten, so Hoppe. Eine Leistungsmengensteuerung durch Wirtschaftlichkeitsprüfungen der KV sei hier nämlich nicht vorgesehen.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Stiftung Lebensblicke

Darmkrebs bei jungen Menschen: Entwarnung für Deutschland

Wechselwirkungen

Diese Medikamente sind bei Herzinsuffizienz riskant

Interview mit Physiotherapeutin

Bewegung bei Nackenschmerzen: Welcher Sport ist der richtige?

Lesetipps
Eine kalorienarme, pflanzenbasierte Kost für mehrere Tage am Stück pro Monat kann Patienten und Patientinnen mit Morbus Crohn bei der Remission helfen.

© rh2010 / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: In nur fünf Tagen per Diät zur Remission?

Diabetespatientin spritzt sich Insulin mit Insulinpen

© Goffkein / stock.adobe.com

Wenig bekannte Insulinkomplikation

Vorsicht bei Insulininjektionen: Nicht immer dieselbe Stelle nehmen