Fraunhofer-Gesellschaft blickt trotz Wirtschaftskrise positiv in die Zukunft

MÜNCHEN(sto). Die Fraunhofer-Gesellschaft hat das vergangene Jahr mit einem Finanzvolumen von 1,4 Milliarden Euro abgeschlossen. "Das sind sechs Prozent mehr als im Vorjahr und damit ein neuer Rekord", berichtete der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Professor Hans-Jörg Bullinger.

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Auch für dieses und das nächste Jahr gehe die Fraunhofer-Gesellschaft ungeachtet der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise von einem weiteren Wachstum und einer positiven Ertragslage aus, erklärte Bullinger bei der Vorlage des Jahresberichts 2008 in München. Der Grund, so Bullinger: Auch in der Krise investieren zahlreiche Firmen in Forschung und Entwicklung. Das Finanzvolumen von 1,4 Milliarden Euro setzt sich im Wesentlichen aus den Haushalten für Auftrags- und Verteidigungsforschung zusammen. Allein im Bereich der Auftragsforschung wuchsen die Haushalte um elf Prozent auf 1,29 Milliarden Euro.

1400 neue Stellen wurden im vergangenen Jahr geschaffen.

Mehr als ein Drittel davon sind Erträge aus der Wirtschaft. Bund und Länder gaben 2008 für die Grundfinanzierung 432 Millionen Euro aus. Wegen der steigenden Zahl an Forschungsprojekten wurden nach Bullingers Angaben bei der Fraunhofer-Gesellschaft allein im vergangenen Jahr 1400 neue Stellen geschaffen und besetzt. Die meisten der insgesamt 15 000 Mitarbeiter sind Ingenieure oder Naturwissenschaftler. Auch in diesem Jahr sollen etwa 600 zusätzlich Stellen eingerichtet werden.

Die Fraunhofer-Gesellschaft gehört mit derzeit 57 Instituten an über 40 Standorten in Deutschland zu den führenden Organisationen für angewandte Forschung in Europa. Zwei Drittel des Forschungsvolumens stammt aus Aufträgen der Industrie und aus öffentlich finanzierten Projekten. Zu den Schwerpunkten der Forschungsarbeiten gehören Entwicklungen für zukunftsrelevante Schlüsseltechnologien.

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