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Für Pfizer bleibt die Lage angespannt

Große Pfizer-Marken verloren 2015 teils zweistellig Umsatz. Und die Forschungsanstrengungen schmälern den Gewinn.

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NEW YORK. Deutlich höhere F&E-Ausgaben sowie fehlende Einnahmen nach der Auslagerung des Tierarzneimittelgeschäfts haben Pfizers Jahresüberschuss 2014 um 58 Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar einbrechen lassen.

Der Umsatz ging um vier Prozent auf 49,6 Milliarden Dollar zurück, was vor allem generischer Konkurrenz für gleich mehrere Pharma-Blockbuster geschuldet war.

So büßte etwa das einstige Hauptprodukt Lipitor® (Atorvastatin) mit Erlösen von nicht ganz 2,1 Milliarden Dollar elf Prozent ein. Der Lipidsenker rangiert gegenwärtig immerhin noch an fünfter Stelle unter Pfizers Top-Produkten.

Das Potenzmittel Viagra® (Sildenafil) gab zehn Prozent ab und brachte knapp 1,7 Milliarden Dollar ein. Der Cox2-Hemmer Celebrex® (Celecoxib) verlor bei Verkäufen von knapp 2,7 Milliarden Dollar acht Prozent und der Blutdrucksenker Norvasc® (Amlodipin) blieb mit 1,1 Milliarden Dollar Umsatz zehn Prozent unter Vorjahr.

Pfizers größtes Einzelprodukt war 2015 das Schmerzmittel Lyrica® (Pregabalin), das mit 5,2 Milliarden Dollar 12 Prozent zulegte.

Verhaltene Prognose

Pfizer-Finanzvorstand Frank D'Amelio ließ anlässlich der Bekanntgabe der Bilanz 2014 keinen Zweifel daran, dass der Konzern auch 2015 wieder mit etlichen Herausforderungen zu kämpfen hat.

So dürften nach Schätzungen D'Amelios allein ungünstige Wechselkurseffekte dieses Jahr 2,8 Milliarden Dollar kosten. Generika werden Pfizer voraussichtlich rund 3,5 Milliarden Dollar wegnehmen.

Dementsprechend verhalten fällt die Konzernprognose von Pfizer-CEO Ian Read aus. Der Umsatz soll zwischen 44,5 und maximal 46,5 Millionen Dollar erreichen, was erneut Rückgang bedeutet.

Der Gewinn pro Aktie könnte im Idealfall leicht zulegen. Er soll 2015 in der Range 1,37 Dollar bis 1,52 Dollar liegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug er 1,42 Dollar (-55 Prozent). (cw)

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