Praxisführung

GOÄ-Novelle doch erst 2013?

Der Druck kam von allen Seiten: Die GOÄ sollte so bald wie möglich reformiert werden. Doch selbst die Bundesärztekammer glaubt nun nicht mehr an eine schnelle Reform. Aber eine Einigung ist offenbar in Sicht - bei den Einfachsätzen.

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Klakow-Franck: Reform bis zur Bundestagswahl.

Klakow-Franck: Reform bis zur Bundestagswahl.

© BÄK

BERLIN (ger). Die Bundesärztekammer geht nicht mehr davon aus, dass eine Novelle der Gebührenordnung für Ärzte im Jahr 2012 unter Dach und Fach kommt. Ziel ist nun, eine Reform der GOÄ noch vor der Bundestagswahl 2013 zu schaffen.

Mit einem betriebswirtschaftlich neu durchgerechneten Leistungskatalog geht die Bundesärztekammer (BÄK) in die Verhandlungen über eine neue GOÄ.

Wie die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der BÄK Dr. Regina Klakow-Franck im Interview mit der "Ärzte Zeitung" erläutert hat, ist es Ziel der Ärzte, die neu kalkulierten Leistungen mit "robusten Einfachsätzen" in Euro auszustatten.

Über diese Einfachsätze soll die Kostenentwicklung in den Arztpraxen seit der letzten GOÄ-Novelle abgebildet werden.

Einigung der Beteiligten entscheidend

Die BÄK sei gut auf die Verhandlungen mit den Kostenträgern und der Bundesregierung vorbereitet, die nach der Verabschiedung der Gebührenordnung für Zahnärzte jetzt anstehen. Die Materie sei aber sehr komplex.

"Wenn sich die verschiedenen Beteiligten im Vorfeld einigen können und die Vorarbeiten der Bundesärztekammer als Ausgangsbasis nehmen, dann könnte man es vor der Bundestagswahl schaffen", so die Einschätzung Klakow-Francks, die auch Leiterin des Dezernats Gebührenordnung bei der BÄK ist.

Zu einer angestrebten Honorarerhöhung durch die neue GOÄ für die Ärzte wollte Klakow-Franck sich nicht äußern. Bekannt ist, dass weite Kreise der Ärzteschaft sich ein Plus versprechen, das zumindest über den errechneten sechs Prozent für die Zahnärzte aus der GOZ-Novelle liegt.

Ein weiteres Ziel sei für die BÄK eine Vereinfachung der Abrechnung. Es werde zwar mehr Positionen in der GOÄ geben, aber pro Fall sollten am Ende weniger Ziffern auf einer Abrechnung stehen, so Klakow-Franck.

Lesen Sie das Interview am Mittwoch in der "Ärzte Zeitung" und auf www.aerztezeitung.de

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