Unternehmen

Veröffentlicht: 24.11.2009, 16:42 Uhr

Zwei große Pharmakonzerne bündeln ihre Kräfte im Bereich HIV und Aids in einem gemeinsamen Unternehmen, um so effektiver und effizienter zu agieren.

MÜNCHEN (sto). Die beiden Pharma-Unternehmen GlaxoSmithKline (GSK) und Pfizer führen ihre Aktivitäten im Bereich HIV und Aids in einer neuen Firma mit dem Namen ViiV Healthcare zusammen (wir berichteten kurz). Das Ziel: Das ausschließlich auf HIV spezialisierte Unternehmen soll weltweit schneller als die großen Konzerne auf die Bedürfnisse von Patienten reagieren. "Wir denken den ganzen Tag nur an HIV", sagte der Geschäftsführer der ViiV Healthcare GmbH, Daniel Breitenstein, in München bei der Pressekonferenz zum Start der Kooperation.

Die Zentrale des Unternehmens, das weltweit etwa 500 Mitarbeiter in 16 lokalen Niederlassungen beschäftigt, ist in London, die medizinische Zentrale befindet sich in den USA. In Deutschland beschäftigt ViiV Healthcare am Standort München derzeit 27 Mitarbeiter.

GSK besitzt 85 Prozent der Unternehmensanteile von ViiV Healthcare, Pfizer 15 Prozent. Das entspreche dem Wert der derzeit auf dem Markt befindlichen Produkte und könne sich im Laufe der Zeit noch verändern, erläuterte Breitenstein. ViiV Healthcare ist derzeit mit zehn Medikamenten auf dem Markt, darunter auch Kivexa® von GSK und Celsentri® von Pfizer.

Der Gesamtumsatz lag im vergangenen Jahr bei rund 1,8 Milliarden Euro. In der Entwicklung befinden sich derzeit sieben neue Substanzen, davon fünf in der Phase II. Weltweit beinhalte das Portfolio von ViiV Healthcare insgesamt 14 Einzelsubstanzen.

Forschung und Entwicklung sollen sowohl innerhalb des neuen Unternehmens als auch in Kooperation mit externen Partnern erfolgen. Dazu hat ViiV Healthcare eine Forschungsallianz mit GSK und Pfizer geschlossen, um so die Entwicklung neuer Medikamente zu steuern.

Dementsprechend hat ViiV Healthcare auch das Erstzugriffsrecht auf neue Therapien, die bei GSK und Pfizer für diesen Bereich entwickelt werden.ViiV Healthcare ist nach eigenen Angaben derzeit mit einem Marktanteil von 19 Prozent die Nummer zwei im Markt für Aids-Medikamente. Ziel sei es, den Marktführer Gilead mit zwei neuen Medikamenten ab dem Jahr 2013 zu überholen, erklärte Breitenstein.

Lesen Sie auch: Weltaidsbericht: Weniger HIV-Neuinfizierte weltweit

Mehr zum Thema

Neurologie

MSD akquiriert TRPML1-Agonisten

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Tausende Konnektoren falsch angeschlossen?

Telematikinfrastruktur

Tausende Konnektoren falsch angeschlossen?

Das sind Deutschlands Diabetes-Fakten

Weltdiabetestag

Das sind Deutschlands Diabetes-Fakten

GOÄ auf der Zielgeraden

BÄK und PKV

GOÄ auf der Zielgeraden

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen