Medizinprodukte

Grüne fordern schärfere EU-Novelle

Bei der anstehenden Novellierung der EU-Medizinprodukteverordnung pochen die Grünen auf eine Genehmigung klinischer Prüfungen durch Ethikkommissionen.

Veröffentlicht:

BERLIN. Um auf EU-Ebene eine höhere Sicherheit bei Patienten zu gewährleisten, bei denen Implantate und andere Hochrisiko-Medizinprodukte zum Einsatz kommen, fordert die Bundestagsfraktion der Grünen schärfere Anforderungen bei der Zulassung betreffender Innovationen.

In einem Antrag fordert sie den Bundestag auf, die Bundesregierung zu verpflichten, sich für höhere Standards bei der anstehenden Novellierung der EU-Medizinprodukteverordnung (Medical Device Regulation / MDR) einzusetzen.

Deutschland - das als einziges Mitglied gegen einen im Frühjahr gefundenen Kompromiss für die kommende Novelle gestimmt hat (wir berichteten) - solle sich im Rahmen des so genannten Trilogs unter anderem dafür einsetzen, dass die in der Deklaration von Helsinki definierten ethischen Grundsätze des Weltärztebundes für die medizinische Forschung am Menschen bei klinischen Prüfungen explizit festgeschrieben "und die Genehmigung klinischer Prüfungen von Medizinprodukten durch Ethikkommissionen vorgesehen" wird.

Des Weiteren fordern die Grünen deutlich höhere Anforderungen an das Personal der Zertifizierungsstellen für Herzschrittmacher & Co. Hintergrund ist, dass auch die chargenweise mit minderwertigem Industriesilikon ausgestatteten Brustimplantate des inzwischen insolventen französischen Anbieters PIP von einer Zertifizierungsstelle - einer Benannten Stelle - das CE-Zeichen erhalten hatte. Der Skandal forderte Tausende Revisions-Op. (maw)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Analyse von sechs Studien

Was bewirkt die AMD-Therapie mit Photobiomodulation?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vergleich Mensch und Maschine

Sprachmodelle bei der Diagnosestellung Ärzten wohl oft ebenbürtig

Muskuloskelettale Erkrankungen

Was bringt Kinesiotaping?

Lesetipps
Ein Kardiologe verwendet einen Schlauch für die Radiofrequenzkatheterablation eines Patienten mit Vorhofflimmern.

© romaset / stock.adobe.com

Nach Katheterablation

Kontrolle von Risikofaktoren schützt vor Vorhofflimmern-Rezidiven

Diabetischer Fuß mit Ulkus

© Brauer / stock.adobe.com

Innovative Therapieansätze

Mit Fischhaut gegen den diabetischen Fuß