Neugeborene

Hamburg gut bei Versorgung

Frühgeborene und kranke Neugeborene werden in Hamburg besser versorgt als im Bundesdurchschnitt. Dies zeigt der Hamburger Krankenhausspiegel.

Dirk SchnackVon Dirk Schnack Veröffentlicht:

HAMBURG. Der Hamburger Krankenhausspiegel hat seine Qualitätsergebnisse auf die Geburtszentren in der Neonatologie ausgedehnt. Daraus geht hervor: 3160 Babys wurden 2014 in Hamburg neonatologisch behandelt (bundesweit 100.000), dies waren 14 Prozent aller Neugeborenen in der Hansestadt.

Für die Hochrisiko- und Frühgeburten gibt es sieben Geburtskliniken im Stadtstaat. Die Gesamtsterblichkeit aller Neugeborenen, die als Risikogeburt in Hamburg zur Welt kamen, liegt mit 0,82 Prozent zwar leicht über Bundesdurchschnitt (0,75). Dies führt die Hamburgische Krankenhausgesellschaft (HKG) aber auf den hohen Anteil der extrem hohen Risiken zurück.

Nach HKG-Angaben kommen Frauen aus ganz Norddeutschland, bei denen eine äußerst schwierige Risikogeburt mit geringen Überlebenschancen zu erwarten ist, nach Hamburg. Für die Spezialisierung der Perinatalzentren führt die HKG unter anderem die geringere Sterblichkeit sehr kleiner Frühgeborener unter 1500 Gramm Geburtsgewicht an. Von ihnen überleben in den Hamburger Einrichtungen 96,38 Prozent, bundesweit 95,94 Prozent.

Auch bei der Vermeidung von Komplikationen und schweren Erkrankungen bei Frühgeborenen weisen die Hamburger Zentren bessere Ergebnisse auf. In Hamburg erleiden 2,35 Prozent aller sehr kleinen Frühgeborenen schwere Hirnblutungen, bundesweit 4,25 Prozent. Die frühzeitig schwer zu erkennende Schädigung der weißen Hirnsubstanz kommt bei den sehr kleinen Frühgeborenen in 0,82 Prozent aller Fälle vor, bundesweit doppelt so oft.

Zu schweren chronischen Lungenschäden kommt es bei dieser Patientengruppe in Hamburg in 4,9 Prozent der Fälle, bundesweit 7,3 Prozent. Seltener als im Bundesdurchschnitt kommt es auch zu Erkrankungen der Netzhaut und zu Luftansammlungen im Brustfell bei beatmeten Frühgeborenen. Auf Niveau des Bundesdurchschnitts liegt Hamburg dagegen bei Infektionen.

Neben der neuen Rubrik bietet der Krankenhausspiegel aktualisierte Daten für 15 weitere Behandlungsbiete sowie Ergebnisse aus Patientenbefragungen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Krankenhausreform

Klinik-Atlas soll zum Gemeinsamen Bundesausschuss umziehen

Das könnte Sie auch interessieren
Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

© David Pereiras | iStock (Symboldbild mit Fotomodell)

Dermatomykosen

Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

© Irina Tiumentseva | iStock

Onychomykosen

Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München

Chronisch kranke Kinder

Mangelernährung frühzeitig erkennen und konsequent angehen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Danone Deutschland GmbH, Frankfurt/Main

ADHS im Erwachsenenalter

Wechseljahre und ADHS: Einfluss hormoneller Veränderungen auf Symptomatik und Diagnose

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, Iserlohn
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Juristische Fallstricke

So lassen sich Haftungsrisiken in der Hausarztpraxis minimieren

Sie fragen – Experten antworten

Pertussis: Auch die Großeltern impfen?

Lesetipps
Lungenfunktionsuntersuchung

© Viktor Koldunov / stock.adobe.co

Vernarbung und Fibrosierung

Interstitielle Lungenerkrankung: Die Nachwehen von COVID-19