Klinik-Management

Hamburger Klinik richtet Umweltzimmer ein

HAMBURG (di). Das Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg hat zwei spezielle Umweltzimmer für Patienten mit Multipler Chemikalischer Sensitivität (MCS) eingerichtet und verzeichnet damit Resonanz aus ganz Deutschland.

Veröffentlicht:

Die Umweltzimmer sind durch einen Vorflur von der Station getrennt und mit schadstofffreien bzw. -armen Baustoffen und Einrichtungsgegenständen ausgestattet.

Der Fußboden besteht aus Keramikfliesen, Fenster- und Türzargen sind mit Hanf gedämmt, die Türen sind aus Glas. Wände und Decken wurden mit Kalkfarbe gestrichen, die Außenwände erhielten Kalkputz.

In den Zimmern befinden sich Wandheizungen, auf denen sich weniger Staubablagern soll als auf herkömmlichen Heizkörpern. Netzfreischalter sollen die Belastung durch elektromagnetische Felder verringern.

Ärztliches Attest nötig

Das Personal auf den Zimmern vermeidet Parfum, Rasierwasser und andere dufthaltige Produkte. Bei Nahrungsmitteln, Medikamenten, Heilmitteln und Anästhetika wird auf Unverträglichkeiten geachtet.

Die Bettwäsche ist duftstofffrei. Für die Einweisung in das Einbett- oder Zweibettzimmer benötigen Patienten eine hausärztliche Klinikeinweisung und einen ärztlichen Nachweis der Allergien oder Intoxikation.

Eine eigene umweltmedizinische Abteilung oder einen Schwerpunkt für die Behandlung von MCS-Patienten hält das Diakonieklinikum nicht vor.

Mehr zum Thema

Neuer Krankenhausplan

1370 zusätzliche Betten für Berlins Kliniken

Versorgung neu gestalten

AOK und Kliniken kämpfen gemeinsam gegen Lagerdenken

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Schüsse aus Schreckschusspistolen beschäftigen die deutsche Rechtsmedizin. Die Tatwaffen hatten mehrere Zusatzfunktionen.

© jedi-master / stock.adobe.com

Drei Fälle aus der Rechtsmedizin

Von Schreckschusspistole lebensgefährlich verletzt