Nachwuchs
Hessen registriert mehr Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung
Im vergangen Jahr befanden sich in Hessen rund 7.000 Ärzte in Weiterbildung, über 300 mehr als im Jahr zuvor. Einen besonders rasanten Anstieg gab es bei Nicht-EU-Bürgern.
Veröffentlicht:
Immer mehr Ärzte absolvieren in Hessen eine Weiterbildung.
© magele-picture / stock.adobe.com
Wiesbaden. Insgesamt 7.031 aktive Ärztinnen und Ärzte befanden sich 2025 in Hessen in der Weiterbildung. Das zeigt eine Auswertung des Hessischen Weiterbildungsregisters, die die Landesärztekammer am Donnerstag veröffentlichte. Das bedeutet einen leichten Anstieg gegenüber 2024, wo 6.673 aktive Ärztinnen und Ärzte registriert worden waren. 118 aktive Ärzte wurden in einer Schwerpunktbezeichnung gemeldet.426 befanden sich in Mutterschutz oder Elternzeit.
Laut Bericht haben 50 Prozent der jeweiligen Befugnisse einer Gebiets- und Schwerpunktbezeichnung keine Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung beschäftigt. Die Mehrheit war weiblich (Gebietsbezeichnung: 57 Prozent; Schwerpunktbezeichnung: 74 Prozent). Der Altersdurchschnitt unter Ärzten in einer Gebietsbezeichnung betrug im Jahr 2025 rund 35 Jahre (Schwerpunktbezeichnung: 40 Jahre).
Die Mehrheit war im stationären Bereich tätig (Gebietsbezeichnung: 81 Prozent; Schwerpunktbezeichnung: 88 Prozent) gefolgt vom ambulanten Bereich (Gebietsbezeichnung: 13 Prozent; Schwerpunktbezeichnung: 9 Prozent). Der Rest der Weiterzubildenden war in „sonstigen Einrichtungen“ tätig. Darunter zählen u. a. Angestellte im Arbeitsmedizinischen Dienst oder in der Pharmaindustrie.
Spitzenreiter Inneren Medizin und Neonatologie
Die Verteilung der Weiterzubildenden nach Fachgebieten entspricht ebenfalls den Vorjahren: Die größte Gruppe repräsentiert die Innere Medizin (26 Prozent), gefolgt von den Gebieten Chirurgie (15 Prozent) und Anästhesiologie (11 Prozent). Spitzenreiter unter den Schwerpunktbezeichnungen waren die Fachbereiche Neonatologie und Spezielle Geburtshilfe sowie Perinatalmedizin mit jeweils 19 Prozent.
Die Daten verdeutlichten, dass der Anteil an Teilzeitbeschäftigungen seit Erhebungsbeginn um 6 Prozentpunkte angestiegen ist (2025: 22 Prozent; 2013: 16 Prozent), heißt es. Unter den Schwerpunktbezeichnungen war sogar die Mehrheit der gemeldeten Ärztinnen und Ärzte mit 59 Prozent in Teilzeit tätig.
Mehr Weiterzubildenden mit ausländischem Pass
„Der Anteil der Weiterzubildenden mit ausländischer Staatsangehörigkeit ist erneut gestiegen. Wir verzeichnen einen Anstieg von 16 Prozentpunkten seit Erhebungsbeginn. 2025 verfügten 32 Prozent über einen ausländischen Pass. Dabei war knapp über die Hälfte der ausländischen Ärzte männlich“, berichtet Dr. Iris Natanzon, Wissenschaftliche Referentin der Stabsstelle Qualitätssicherung und Projektkoordinatorin des Hessischen Weiterbildungsregisters.
Besonders der Anteil an Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürgern sei seit 2023 mit 27 Prozentpunkten rasant gestiegen. Unter den Schwerpunktbezeichnungen besaßen 19 Prozent der gemeldeten Ärztinnen und Ärzte einen ausländischen Pass. (kaha)


