Direkt zum Inhaltsbereich

Fachkräftemangel in der Pflege

Internationales Programm soll Intensivpfleger auf grenzüberschreitendes Arbeiten in Krisenfällen vorbereiten

Das von der Charité koordinierte Projekt EUCARE soll den auch für das Pandemiemanagement relevanten Austausch und die Weitergabe klinischen Wissens zwischen Pflegeexperten langfristig stärken.

Veröffentlicht:

Berlin. Die Akteure im Gesundheitswesen sind weiterhin mit einem Mangel an Fachkräften in der Pflege konfrontiert. Das an der Charité – Universitätsmedizin Berlin koordinierte Projekt EUCARE soll dieser Schwachstelle in den europäischen Gesundheitssystemen nun begegnen, wie es am Freitag in einer Mitteilung der Cherité hieß. In den kommenden drei Jahren werde es demnach ein internationales Weiterbildungsprogramm entwickeln und Intensivpflegende auf grenzüberschreitendes Arbeiten in Krisenfällen vorbereiten. Initiiert wurde das Projekt vom an der Charité ins Leben gerufenen Pflegenetzwerk der European University Hospital Alliance (EUHA). Unterstützt wird es durch das Bildungsprogramm ERASMUS+ mit rund 400.000 Euro.

EUCARE werde den Austausch und die Weitergabe klinischen Wissens zwischen Pflegeexperten der EUHA-Partnerkrankenhäuser erleichtern, erklärt der Koordinator des Projektes an der Charité, Alexander Lang: „Die Teilnehmer:innen absolvieren praktische Ausbildungsmodule, nehmen an Workshops und an Vorlesungen teil. Am Ende verfügen die EUHA-Intensivpflegenden über solide, speziell auf einen Einsatz in Krisenzeiten ausgerichtete Fähigkeiten. Auch sind sie in interdisziplinärer, interprofessioneller und kulturübergreifender Zusammenarbeit geübt.“ Der Lehrplan werde auf den Erwerb dieser speziellen Fähigkeiten abgestimmt.

Darüber hinaus werde es ein Netzwerk für alle an dem Programm teilnehmenden Pflegenden geben, um den fachlichen Austausch fortzusetzen und auf Einsätze vorbereitet zu sein. Im Fall einer Pandemie, einer Katastrophe oder in anderen Krisenfällen könne das Netzwerk so schnell aktiviert werden. Das Programm ist laut Charité eines der ersten dieser Art im Bereich der Pflege. (eb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Hauptstadtkongress

Digitalisierung ist mehr als nur ein „IT-Projekt“

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Digitalisierung

ePA: gematik schaltet im Juli neue Funktionen frei

Praxis wird zum Testfeld

KV Nordrhein erprobt KI-Tools in Kölner Hausarztpraxis

Lesetipps
Ein Arzt schaut sich ein EGK an.

© Evgeniy Kalinovskiy / stock.adob

Beispiele zum Durchklicken

Auffälliges EKG: Was steckt hinter diesen 13 Fällen?