Anlagen-Kolumne

Juni bringt Spannung für Börsianer

Von Gottfried Urban Veröffentlicht:

Der Juni wird spannend: Viele börsenbeeinflussende Ereignisse stehen an. Neben den Notenbanksitzungen wird die Abstimmung über den möglichen Brexit die Märkte beeinflussen. Wer jetzt in Aktien Geld investiert, der kauft nahe den Höchstständen bei hoher Unsicherheit ein.

Soll man nun mit dem Aktienkauf auf das Abstimmungsergebnis warten? Ich bin mir sicher, dass diese Frage niemand auf der Welt seriös beantworten kann! Entweder hält man Gelder für den Kursrutsch zurück oder man konzentriert sich auf Aktien, die wenig durch dieses mögliche Ereignis beeinflusst wird.

Einstiegsgelegenheit kann sehr wohl ein Höchststand sein, langfristig macht der Anleger nicht viel falsch, wenn bestimmte Regeln eingehalten werden. Sicher ist, dass das Abstimmungsergebnis auf bestimmte Branchen keinen großen Einfluss haben wird.

Stabile Aktien finden sich im Bereich der Konsumprodukte des täglichen Bedarfes. Typische Bereiche, die ebenfalls stabile Wachstumsraten versprechen sind Luxusgüter und Markenartikelhersteller.

Babyboomer werden 50

Die Babyboomergeneration ist nun über 50 Jahre alt und leistet sich bestimmte Luxusgüter. Und die neue Selbstverwirklichung des Konsumenten trägt auch zum Erwerb von Luxusgütern und Marken bei.

Der Nahrungsmittelbedarf wird durch die steigende Bevölkerungszahl zunehmen. Die Essgewohnheiten verändern sich und ein neues Qualitätsbewusstsein für Biowaren entwickelt sich in vielen Industrienationen.

Arbeitssicherheit, Umweltschutz, IT-Sicherheit, Verkehrssicherheit und Strafprävention gilt auch als Wachstumsmarkt. Zudem wird eine stark zunehmende Mittelschicht in Schwellenländern die Entwicklung der Märkte beeinflussen, deren Innovationsleistung durch steigende Ausbildung zunehmen wird und auch den etablierten Ländern Konkurrenz bieten.

Wer bei der Zusammenstellung des Depots auf marktführende Unternehmen aus den genannten Bereichen achtet, sollte langfristig nicht viel falsch machen können.

Im Depot sind dann keine stark von der Konjunktur abhängigen Branchen aus dem Bereich der Rohstoffe, Energie oder Banken ratsam. Ein möglicher Austritt von Großbritannien wird das tägliche Konsumverhalten der Masse nicht verändern. Ein wenig Geld als Eingreifreserve kann dennoch nicht schaden.

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