Digitalisierung

KI und Big Data: Tatkraft statt Gipfel gefordert

Zum Auftakt des Nürnberger Digital-Gipfels hagelt es Kritik aus Politik und Wirtschaft.

Veröffentlicht: 03.12.2018, 16:14 Uhr

BERLIN/NÜRNBERG. Von dem am Montag in Nürnberg gestarteten, zweitägigen Digital-Gipfel der Bundesregierung ist nach Ansicht der FDP-Bundestagsfraktion wenig zu erwarten. Schwarz-Rot veranstalte Gipfel um Gipfel – „und selten kommt etwas dabei heraus“, sagte Vize-Fraktionschef Frank Sitta der dpa. Gerade bei der Digitalisierung müssten Union und SPD aber endlich Tempo aufnehmen, damit Deutschland nicht noch weiter zurückfalle. „Die Bundesregierung braucht nicht mehr Gipfel und Zuständige, sondern schlicht mehr Tatkraft“, forderte Sitta in Anspielung auf die vielen Gremien, von denen die Regierung sich bei der Umsetzung ihrer Digital- sowie KI-Strategie beraten lässt. Nötig seien ein Digitalministerium, ein schnellerer Ausbau des Glasfasernetzes und ein Einwanderungsgesetz für Spezialisten in IT und Künstlicher Intelligenz.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) prangerte den Fachkräftemangel an. „Wir benötigen mehr Experten auf diesem Gebiet, und deshalb müssen wir weltweit auf die Suche gehen“, erklärte BDI-Präsident Dieter Kempf in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Sicher gibt es den einen oder anderen enttäuschten Forscher an der Westküste der USA oder auch in China, der für einen guten Lehrstuhl mit anwendungsnaher Forschung gerne nach Europa geht.“

Der zweite Digital-Gipfel steht unter dem Motto „Künstliche Intelligenz – ein Schlüssel für Wachstum und Wohlstand“. Schwerpunktthemen sind selbstfahrende Autos, Roboter in der Altenpflege oder denkende und sprechende Computer. Bisher haben hier vor allem China und die USA die Nase vorn.

Zum Auftakt des Gipfels sprach Bundesinnenminister Horst Seehofer zum kritischen Thema Cybersicherheit, das vermehrt auch Gesundheitseinrichtungen trifft. Am Dienstag werden Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet. (maw/dpa)

Lesen Sie dazu auch: Künstliche Intelligenz: Nürnberg im Zeichen digitaler Gipfelstürmer

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