Südwesten

KV bessert Honorarverteilung nach

Die KV im Ländle will das Bereinigungsverfahren für Selektivverträge nach 73c in einigen Punkten ändern.

Veröffentlicht:

STUTTGART.Facharztverträge nach Paragraf 73c SGB V bilden nach wie vor unter den Selektivverträgen nur ein kleines Volumen ab. Um so wichtiger ist es, dass das Nebeneinander mit den stärker verbreiteten Hausarztverträgen nach 73b reibungslos funktioniert.

In Baden-Württemberg hat die KV nun einen nicht unerheblichen Schritt eingeläutet: Sie will rückwirkend zum Januar 2014 das im Honorarverteilungsmaßstab (HVM) geregelte Bereinigungsverfahren für die 73c-Verträge anpassen.

Das analog zu den Hausarztverträgen angewandte Verfahren habe zu nicht akzeptablen Ergebnissen geführt, erklärt der Vorstand in seinem Antrag an die Vertreterversammlung. Die Bereinigung der Morbiditätsorientierten Gesamtvergütung (MGV) auf Basis von Vergangenheitswerten analog der Verträge nach Paragraf 73b sei gegebenenfalls inadäquat, heißt es weiter. Denn im Unterschied zur kontinuierlichen hausärztlichen Betreuung erfolge die fachärztliche Behandlung weitestgehend punktuell.

Ganz konkret soll die jeweilige Krankenkasse bei nicht vertragskonformer Inanspruchnahme (NVI) ihrer in Facharztverträge eingeschriebenen Versicherten ein Vergütungsvolumen in Höhe der abgerechneten Leistungen bereitstellen - und zwar zu den Preisen der Euro-Gebührenordnung.

Außerdem gilt: Ergeben sich Bereinigungsfallwerte oberhalb der RLV-/QZV-Fallwerte einer Facharztgruppe, werden für die Bereinigung von RLV und QZV nur Fallwerte in Höhe der durchschnittlichen bereinigten RLV-/QZV-Fallwerte herangezogen. Die hierfür benötigten Finanzmittel will die KV aus dem für die NVI bereitgestellten Finanzvolumen entnehmen.

Eine weitere Änderung des HVM betrifft die Fachärzte für Innere Medizin mit Schwerpunkt Gastroenterologie: Für sie wird bei den Freien Leistungen, die außerhalb von RLV und QZV, aber innerhalb der Morbiditätsorientierten Gesamtvergütung laufen, eine Mindestquote von 80 Prozent eingeführt. Dies geschehe in Abstimmung mit dem Berufsverband, heißt es. (reh)

Mehr zum Thema

Benchmarking mithilfe der EDV

Wie Ärzte die eigene Praxis einschätzen können

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Derzeit haben rund 400 Ärztinnen und Ärzte in Bayern die Zusatzbezeichnung Homöopathie erlangt. Künftig ist dies nicht mehr möglich.

© Mediteraneo / stock.adobe.com

80. Bayerischer Ärztetag

Bayern streicht Homöopathie aus Weiterbildungsordnung

Brustschmerz: Ist es eine Angina pectoris?

© Andrej Michailow / stock.adobe.com

Fallbericht

Angina pectoris: Ist es eine „nicht obstruktive KHK“?

Nach erfolgreicher Sondierungswoche (v.l.n.r): Robert Habeck und Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und FDP-Chef Christian Lindner am Freitag in Berlin.

© Kay Nietfeld/picture alliance

Update

Erfolgreiche Sondierung

Das plant die Ampelkoalition im Bereich Gesundheit