Anlagen-Kolumne

Kaufen, wenn die Kanonen donnern

Der Konflikt in Syrien und die Nachwirkungen der Eurokrise beschäftigen aktuell die Politik.  Für Anleger bieten die jüngsten Ereignisse allerdings auch Chancen auf dem Wertpapiermarkt.

Von Gottfried Urban Veröffentlicht: 09.09.2013, 07:25 Uhr

Die aktuelle Lage im Nahen Osten verunsichert die Anleger. Eine militärische Intervention in Syrien trifft mitten in der Entschuldungsphase viele Staaten und zwingt Regierungen eventuell zu ungeplanten neuen Ausgaben. Dabei waren gerade die USA auf einem guten Weg.

Die steigenden Anleihen- und Aktienkurse, gepaart mit einer niedrigen Zinsbelastung der Privathaushalte verbreiten ein der Obama-Regierung willkommenes Wohlstandsgefühl.

Für die Schuldentilgung müssen die amerikanischen Privathaushalte derzeit nur noch zehn Prozent (Dreißigjahrestief!) des verfügbaren Haushaltseinkommens aufwenden. Der Zustand Amerikas ist nach wie vor ein wichtiger Seismograf für Investitionsentscheidungen.

Obwohl die Notenbanker bei andauernder Erholung der Wirtschaft lediglich den Ankauf von Anleihen einstellen und die Zinsen noch lange unten halten wollen, stagnieren die Aktienkurse. Normalerweise tut eine stärkere Wirtschaft auch den Börsen gut. Doch offenbar verharren viele Anleger noch immer im Krisenmodus.

Geld für große EU-Unternehmen bereit halten

Das ist falsch - eher sollten Kursrückgänge zum Nachkauf von Aktien genutzt werden. Die Situation im Nahen Osten könnte eine gute Gelegenheit abgeben. "Kaufen, wenn die Kanonen donnern", sagte einst André Kostolany.

Das widerspricht zwar der menschlichen Psyche, ist aber eine der wenigen Börsenweisheiten, die nachweislich funktionieren.

Dank der Eurokrise sind europäische Aktien momentan wesentlich preiswerter als US-Aktien. Für Fonds, die nicht nur in die ganz großen europäischen Unternehmen investieren, sollte man jetzt Geld bereit halten.

Zudem schwimmen viele große Firmen im Geld. Sie haben sich am Kapitalmarkt dank des niedrigen Zinsniveaus über Unternehmensanleihen billig eingedeckt. Das dürfte bei einigen unterbewerteten Unternehmen für Übernahmefantasien sorgen.

Kommentare
Dr. Heinrich Brauckmann

Kaufen,wenn die Kanonen donnern

Aus den Worten des Kollegen Krüger spricht die reine Ignoranz für das Verständnis wirtschaftlicher Dinge.Warum soll ein Widerspruch zwischen der ärztlichen Arbeit und dem Interesse für finanzielle Angelegenheiten bestehen? Im Gegenteil,viele Kollegen machen sich sicherlich Gedanken um Ihre wirtschaftliche Existenz und hierzu gehört einfach die Tatsache sich u.a.mit Geldanlagemöglichkeiten zu beschäftigen.Somit leistet die ÄZ sicherlich einen interessanten Beitrag datzu.

Dr. Michael Kröger

Ekelhaft

...allein schon der Titel. Mal eben wirtschaftliche Vorteile "mitnehmen" durch "Kanonendonner"... klar, dass das Usus heutzutage, aber was hat dass in einem Ärzteblatt zu suchen?

Auch klar! Hier gibt’s ja genug Leute die nicht wissen wohin mit Ihrem Geld ...

Ethik?


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