Klinik-Management

Klinikbudgets: Verdi plant große Demo in Berlin

BERLIN (ble). Mit Aktionen in den Bundesländern sowie einer Großdemonstration Ende September in Berlin will die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gegen die Krankenhausbudgetierung mobil machen.

Veröffentlicht:

"Der Deckel muss weg", forderte das Verdi-Bundesvorstandsmitglied Ellen Paschke bei der Ankündigung der Kampagne in Berlin. Diese solle kommenden Monat in den Bundesländern anlaufen und mit einer zentralen Demonstration in Berlin Ende September zu Ende gehen, so Paschke.

"Wir möchten im Herbst Berlin zum Tanzen bringen", sagte sie. Ziel sei ein breites Bündnis. Ende des Monats will die Gewerkschaft deshalb mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft zu Gesprächen zusammenkommen. Paschke sagte, sie könne sich auch eine Beteiligung des Marburger Bundes vorstellen.

Verdi fordert eine neue Finanzierungsgrundlage für die bundesweit 2104 Krankenhäuser. Viele Kliniken könnten sich trotz aller Anstrengungen nicht mehr kostendeckend finanzieren, sagte Paschke. Sie gehe davon aus, dass Ende des Jahres jede zweite Klinik rote Zahlen schreiben wird. Damit drohe ein weiterer Personalabbau. Dabei seien in den vergangenen Jahren bereits 90 000 Stellen gestrichen worden. Als Folge seien die Arbeitsbedingungen in den Kliniken inzwischen inhuman. "Das Ende der Fahnenstange ist erreicht", sagte sie.

Mehr zum Thema
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Nach ersten Kassen-Daten zu den Langzeitfolgen einer Corona-Erkrankung waren COVID-19-Patienten, die im Krankenhaus beatmet werden mussten, anschließend durchschnittlich 190 Tage lang krankgeschrieben.

© © nmann77 / Fotolia

Neue Studie der Techniker

Erst Corona, dann Long-COVID, anschließend lange AU