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Kliniken werden künftig mit Praxen um die besten Köpfe konkurrieren

Der Personalbedarf wird in Kliniken und Heimen in den kommenden Jahrzehnten enorm steigen.

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HAMBURG (di). Krankenhäuser werden in den kommenden Jahren noch enger mit Praxen zusammenarbeiten und stärker um qualifiziertes Personal konkurrieren. Zugleich geht der Trend zu kleineren stationären Einheiten.

Diese Prognosen gaben Experten auf dem Krankenhausforum der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) in Hamburg ab.

Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Dr. Rudolf Kösters, prognostizierte zunehmende Ansiedlungen von Facharztpraxen in direkter Nachbarschaft zu Kliniken. Diese werden sich nach seiner Ansicht zu Gesundheitszentren entwickeln. "Das geht nicht gegen, sondern gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten", sagte Kösters.

Er stellte auch in Frage, ob das derzeitige Chefarztsystem dann noch Bestand haben wird. Kösters schloss nicht aus, dass Kliniken verstärkt auf ein Consulting durch nicht angestellte Ärzte setzen. Er erwartet, dass die derzeit noch häufig bestehenden Häuser mit mehr als 1000 Betten Kapazitäten abbauen werden.

Zum Personal: Während Kösters die Gesundheitsbranche auf einen Wettkampf mit anderen Branchen "um die besten Köpfe" vorbereitete, sah Peter Bechtel von der Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Pflegepersonen (BALK) nur geringe Chancen, die notwendige Zahl qualifizierter Mitarbeiter für die Arbeit im Krankenhaus begeistern zu können.

Ein Beispiel: Um den Pflegebedarf im Jahr 2025 zu decken, müsste nach Angaben Bechtels jeder vierte Schulabgänger eine Pflegeausbildung beginnen. Bechtel erwartet deshalb, dass Pflege in einigen Jahren zum "Luxusgut" wird. Um gegen zu steuern, empfahl er eine integrierte Ausbildung, die übergreifend in Heimen und Kliniken stattfindet.

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