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Schleswig-Holstein

Klinikkeim sorgt für Schaden in Millionenhöhe

Die Keim-Erkrankungen im Kieler Uniklinikum haben einen Schaden von 3,9 Millionen verursacht, den das Haus größtenteils selbst tragen muss.

Veröffentlicht:

KIEL. Die kürzlich aufgetretenen Keim-Erkrankungen am Kieler Universitätsklinikum (UKSH) haben einen wirtschaftlichen Schaden von knapp 3,9 Millionen Euro angerichtet.

"Hauptgrund dafür war, dass wir Stationen sperren mussten", sagte UKSH-Sprecher Oliver Grieve am Donnerstag. Nur 500.000 Euro davon seien durch Versicherungen abgedeckt. Für das Klinikum beläuft sich der Schaden damit auf rund 3,4 Millionen Euro.

Der Befall von 31 Patienten (wir berichteten) in Kiel mit multiresistenten Formen des Keims Acinetobacter baumannii geht Analysen zufolge auf einen Türkei-Urlauber zurück.

Der Mann war nach einem Unfall zunächst in einem türkischen Krankenhaus behandelt und im Dezember nach Kiel verlegt worden. Er sei zwar auf Keime untersucht worden, wegen einer Notoperation konnte die Klinik das Ergebnis aber nicht abwarten, hieß es.

Zudem war auf der Intensivstation kein Einzelzimmer frei.

14 der 31 infizierten Patienten starben. 11 von ihnen starben aber den Ärzten zufolge nicht an dem Keim, sondern an ihren vorher bestehenden Erkrankungen. (dpa)

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