Statistik

Kliniksterben geht weiter

Immer mehr Patienten werden in Deutschlands Kliniken behandelt. Die jüngste Statistik zeigt aber auch: Gleichzeitig gibt es weniger Betten und Häuser. Auch bei der Verweildauer tut sich etwas.

Veröffentlicht: 29.08.2013, 08:40 Uhr
Kliniksterben geht weiter

Ruine auf einem Klinikgelände: Die Zahl der Krankenhäuser sinkt.

© Caro / imago

BERLIN. Die Zahl der Krankenhäuser sinkt in Deutschland weiter. Gleichzeitig werden immer mehr Patienten behandelt. Das geht aus Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom Mittwoch hervor.

So wurden die Patienten im vergangenen noch in 2017 Kliniken stationär versorgt. Ein Jahr zuvor waren es noch 2045 Krankenhäuser. Die Zahl der Klinikbetten ging um 500 auf etwa 501.000 Betten zurück.

Stationär behandelt wurden im vergangenen Jahr 18,6 Millionen Patienten - 1,5 Prozent mehr als 2011. Die Verweildauer sank minimal von 7,7 auf 7,6 Tage.

Um die Patienten kümmerten sich 852.000 Vollkräfte - das ist die Zahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechnet Beschäftigten. Davon waren 143 000 Ärzte, (+2,7 Prozent) und 313.000 Pflegekräfte (+2000).

Die Bettenauslastung ist 2012 nur minimal von 77,3 Prozent auf 77,4 Prozent gestiegen. Am besten ausgelastet waren die öffentlichen Krankenhäuser mit 78,9 Prozent. Bei den privaten Trägern lag die Auslastung bei 76,1 Prozent, freigemeinnützige Kliniken verbuchten einen Wert von 75,9 Prozent.

Bislang dominieren mit einem Anteil von 47,9 Prozent immer noch die Häuser in öffentlicher Trägerschaft den Klinikmarkt (-3,2 Prozent). Mittlerweile werden aber 18 Prozent der Kliniken von privaten Trägern betrieben (+2,8 Prozent), 34,1 Prozent sind in freigemeinnütziger Trägerschaft (-3,6 Prozent).

In den Vorsorge- und Rehaeinrichtungen ist die Zahl der Patienten 2012 um 2,1 Prozent gestiegen. Hier liegen die privaten Träger mit einem Bettenanteil von 65,9 Prozent deutlich vorn. Die Bettenauslastung ist um 2,3 Prozentpunkte auf 81 Prozent gestiegen.

Dabei waren öffentliche Einrichtungen zu 90,8 Prozent ausgelastet, private lediglich zu 78 Prozent. Um die Patienten in diesen Einrichtungen kümmerten sich 8000 ärztliche Vollkräfte und 21.000 Vollkräfte im Pflegedienst.

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