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Frühchen-Prozess

Lebenslange Haft wegen Misshandlung

Eine Kinderkrankenschwester schweigt vor Gericht zu den Vorwürfen des Fehlverhaltens bei der Frühchenversorgung in Marburg.

Veröffentlicht:

Marburg. Zu lebenslanger Haft ist eine frühere Kinderkrankenschwester verurteilt worden, weil sie drei Frühchen mit nicht verordneten Medikamenten teilweise in Lebensgefahr gebracht hatte. Das Landgericht Marburg sprach die Frau am Donnerstag unter anderem des versuchten Mordes, der gefährlichen Körperverletzung und der Misshandlung von Schutzbefohlenen schuldig.

Die 30 Jahre alte Kinderkrankenschwester hatte den Neugeborenen nach Überzeugung der Richter auf der Frühchenstation der Marburger Universitätsklinik zwischen Dezember 2015 und Februar 2016 nicht ärztlich verordnete und medizinisch notwendige Beruhigungs- und Narkosemittel gegeben. Die Frau schwieg im Prozess zu den Vorwürfen. (dpa)

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