Direkt zum Inhaltsbereich

Finanzierung von Abtreibungen

Lebensschützer scheitern vor EU-Gericht

Veröffentlicht:

LUXEMBURG. Lebensschützer sind vor dem EU-Gericht mit dem Vorstoß gescheitert, die EU-Kommission zum Stopp jeder Finanzierung von Abtreibungen oder Zerstörung von Embryonen zu zwingen.

Die Luxemburger Richter bestätigten am Montag die Entscheidung der Brüsseler Behörde, trotz einer Bürgerinitiative mit mehr als einer Million Unterschriften keinen entsprechenden Vorschlag zu machen. (Rechtssache T-561/14)

Die Gruppe "Einer von uns" hatte die Europäische Bürgerinitiative 2012 gestartet und mehr als die benötigten eine Million Unterstützer in mindestens sieben EU-Ländern gefunden.

Sie forderte ein Verbot der Finanzierung von Tätigkeiten, die mit der Zerstörung menschlicher Embryonen verbunden sind, einschließlich Abtreibungen. Sie bezog dies auf Forschung, Entwicklungshilfe und öffentliche Gesundheitsdienste.

Nach den Regeln der Europäischen Bürgerinitiative musste sich die Kommission offiziell mit dem Anliegen befassen. Sie entschied sich dann jedoch im Mai 2014, keine Gesetzesinitiative vorzulegen. Nach dem Urteil des Gerichts der Europäischen Union durfte sie das.

Zum einen könne eine Bürgerinitiative die Kommission nicht zwingen, einen Vorschlag zu unterbreiten. Sonst würde der Behörde nach einer erfolgreichen Unterschriftensammlung jedes eigene Ermessen genommen, erklärten die Richter. Auch an der Begründung der Behörde hatte das Gericht nichts auszusetzen.

Die Kommission hält die Rechtslage für ausreichend. Sie verweist zudem darauf, dass die EU ohnehin keine Zerstörung menschlicher Embyronen finanziere und dies auch kontrolliere.

Zudem helfe ihre Politik, die Zahl der Abtreibungen zu verringern. Die Kommission verweist zudem auf Bedürfnisse der Stammzellforschung, die womöglich unheilbare Krankheiten künftig behandeln helfen könnte. (dpa)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Symptome und Merkmale des hereditären Angioödems

© CSL Behring

Hereditäres Angioödem

Erfolgreiches Krankheitsmanagement in der Schwangerschaft

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: CSL Behring GmbH, Marburg

Multiple Sklerose

Stabiler Krankheitsverlauf als Voraussetzung für eine Schwangerschaft

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Wenn Vitamin-B12-Mangel an die Nerven geht

© Springer Medizin Verlag

Wenn Vitamin-B12-Mangel an die Nerven geht

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, Böblingen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Auswahl an gesunden pflanzlichen Lebensmitteln: Superfoods, verschiedene Obstsorten und Beeren, Nüsse und Samen.

© alicja neumiler / stock.adobe.com

Gepoolte Studien-Analyse

Vegetarische Ernährung und Krebsrisiko: Nicht immer ist pflanzlich besser!