Digitalisierung und IT

Leiharbeit in Deutschland nimmt zu

NÜRNBERG (dpa). Die Leiharbeit in Deutschland nimmt zu und mit ihr die Chancen für Arbeitslose, wieder einen Job zu bekommen.

Veröffentlicht:

Doch die oft beschworene "Brücke in den Arbeitsmarkt" trägt nicht immer weit, wie die jüngsten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen: Nach maximal drei Monaten ist für die Hälfte der Leiharbeiter schon wieder Schluss.

910.000 Menschen waren nach den neusten Daten vom vergangenen Juni bei einem der bundesweit 17.400 Verleihbetriebe beschäftigt. Das ist ein Plus von 13 Prozent im Jahresvergleich und 14 Prozent mehr als direkt vor der großen Wirtschaftskrise im Juni 2008.

Gerade nach der letzten Wirtschaftskrise hatte der Anteil der Leiharbeiter an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - als Gradmesser für die relative Bedeutung der Branche - stark zugenommen.

Waren es im Juni 2008 wie 2009 jeweils 2,6 Prozent, so stieg der Wert im Juni vergangenen Jahres auf 2,9 Prozent an.

Den jüngsten Daten zufolge sind 73 Prozent der Leiharbeiter Männer, die vor allem im gewerblichen Bereich als Hilfsarbeiter oder als Schlosser und Mechaniker arbeiten.

Wie in den vergangenen Jahren lag der Anteil der Hilfsarbeiter bei rund einem Drittel. Weitere 30 Prozent aller Leiharbeiter übten einen Dienstleistungsberuf aus, jeder Fünfte einen Metall- oder Elektroberuf.

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Digitalisierung? „Muss für Ärzte einen Mehrwert bieten!“

© [M] Scherer: Tabea Marten | Spöhrer: privat

„EvidenzUpdate“-Podcast

Digitalisierung? „Muss für Ärzte einen Mehrwert bieten!“

Digitalisierung und Datenschutz pandemiekonform: SVR-Vorsitzender Professor Ferdinand Gerlach (li.) am 24. März in Berlin bei der Vorstellung des Ratsgutachtens und der Bundesdatenschutzbeauftragte Professor Ulrich Kelber (re.) einen Tag später bei der Vorlage seines Tätigkeitsberichts.

© [M] Gerlach: Wolfgang Kumm / dpa | Kelber: Bernd von Jutrczenka / dpa

„ÄrzteTag“-Podcast

„Wir verlangen Digitalisierung mit Gehirnschmalz!“ (Streitgespräch Teil 1)

Thorsten Kaatze, kaufmännischer Direktor am Uniklinikum Essen

© UK Essen

„ÄrzteTag“-Podcast

Ein „Kochrezept“ für die Digitalisierung einer Uniklinik

Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dipl.-Med Miroslaw Wyszynski

Ein Irrweg

Irren ist menschlich aber diese Leiharbeit bleibt ohne Zukunft.
Das haben die Kurzsichtigen noch nicht verstanden? doch, doch aber hier bleiben nicht viel Alternativen in heutiger Arbeitswelt.
Die Agenturen für Arbeit werden wieder volle Hände zu tun haben.
Und das ist unsere verdorbene Welt.


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Mussten Ärzte seinerzeit auch neu dazulernen: Röntgen.

© Channel Partners / Zoonar / picture alliance

Ärzte und die digitale Medizin

Digitalisierung: „Wir müssen uns offener zeigen als Ärzteschaft“

Kopfschmerzen: Rund zehn Prozent der Patienten mit SARS-CoV-2-Infektion entwickeln nach Abklingen der akuten Symptome einen Dauer-Kopfschmerz.

© ijeab / stock.adobe.com

Schmerzmediziner berichten

Dauer-Kopfschmerz nach COVID-19 nicht selten