Linde schließt erstes Quartal mit Gewinnplus ab

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MÜNCHEN (dpa). Der Medizin- und Industriegase-Spezialist sowie Anlagenbauer Linde bleibt dank der wachsenden Nachfrage nach Gasen auf Erholungskurs. In den ersten drei Monaten steigerte der Konzern seinen Gewinn auf 198 Millionen Euro nach 115 Millionen Euro vor einem Jahr. Der Umsatz kletterte um 7,4 Prozent auf 2,89 Milliarden Euro. Linde hatte im vergangenen Jahr wie die Konkurrenz die weltweite Wirtschaftskrise zu spüren bekommen. "Es sieht so aus, als hätten wir das Gröbste bewältigt", sagte Vorstandschef Wolfgang Reitzle heute Morgen vor Beginn der Hauptversammlung in München.

Insbesondere zum Ende des ersten Quartals habe Linde eine deutliche Belebung der Nachfrage verspürt. "Mit Blick auf die aktuellen Konjunkturprognosen erwarten wir, im Geschäftsjahr 2010 den Konzernumsatz und das Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahr zu erhöhen", sagte Reitzle und bestätigte damit den Ausblick. Dabei soll das Ergebnis stärker als die Erlöse steigen. Im größten Geschäft mit Gasen peilt das Unternehmen ein neues Rekordergebnis an.

Dabei erholten sich die Märkte weltweit ganz unterschiedlich. "Der Geschäftsverlauf in den einzelnen Regionen der Gas-Sparte zeigt, wie regional unterschiedlich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verläuft", teilte Linde mit. So sei etwa in Europa die konjunkturelle Erholung noch eher schwach ausgeprägt. In den aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien oder Afrika seien hingegen teilweise bereits wieder zweistellige Wachstumsraten zu verzeichnen.

Neben besseren Geschäften setzt Linde auch weiter auf Kostendisziplin, um die Wachstumsziele zu erreichen. "Dazu werden auch unsere Maßnahmen zur nachhaltigen Effizienzsteigerung, die zunehmend greifen, weiter beitragen", sagte Reitzle. Linde hatte 2008 mit einem umfassenden Sparprogramm begonnen und will bis 2012 seine Kosten um rund 650 bis 800 Millionen Euro drücken.

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