Hacker-Attacken

Mehr Cyberangriffe auf Kliniken

Doppelt so viele Cyberangriffe als noch 2019 soll es in diesem Jahr bereits auf die Computernetze deutscher Kliniken gegeben haben. Das Ziel ist meist eine Lösegeldforderung.

Veröffentlicht:
Hacker-Angriff: Oftmals geht es Cyberkriminellen lediglich darum, Daten der Kliniken zu verschlüsseln und anschließend eine Art Lösegeld für die Freigabe zu verlangen.

Hacker-Angriff: Oftmals geht es Cyberkriminellen lediglich darum, Daten der Kliniken zu verschlüsseln und anschließend eine Art Lösegeld für die Freigabe zu verlangen.

© Herbert P. Oczeret / picturedesk.com / picture alliance

Berlin. Hacker dringen einem Zeitungsbericht zufolge immer öfter in Computernetze von Krankenhäusern und anderen systemrelevanten Organisationen ein. So registrierte die Bundesregierung 2020 bis Anfang November 43 erfolgreiche Angriffe auf Gesundheitsdienstleister, wie die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (F.A.S.) berichtet.

Das seien mehr als doppelt so viele wie im gesamten vergangenen Jahr. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor, aus der die Zeitung zitiert. Oftmals geht es Cyberkriminellen darum, Daten der Kliniken und anderer Einrichtungen zu verschlüsseln und anschließend eine Art Lösegeld für die Freigabe zu verlangen.

Wird zu wenig in IT-Sicherheit investiert?

Nicht nur Krankenhäuser sind von den Hacker-Attacken betroffen, sondern auch Energie- und Wasserversorger, Banken und Versicherungen sowie andere Organisationen. Insgesamt wurden nach Angaben der „F.A.S.“ bis Anfang November 171 erfolgreiche Angriffe auf Einrichtungen der sogenannten kritischen Infrastruktur gezählt. Im vergangenen Jahr waren es demnach 121, im Jahr davor 62.

„Es gibt immer wieder Angriffswellen auf bestimmte Bereiche. In der Corona-Zeit ist auch die Zahl der Angriffe auf Krankenhäuser gestiegen“, sagte Isabel Münch, Expertin für kritische Infrastruktur im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), der Zeitung. „Die Krankenhäuser holen in Sachen IT-Sicherheit gerade auf, aber noch nicht jedes ist dort, wo es sein sollte. Mindestens 15 Prozent der IT-Investitionen müssen in die IT- und Cybersicherheit gehen.“ (dpa)

Mehr zum Thema

„ÄrzteTag“-Podcast

KIM könnte die Digitalisierung in der Arztpraxis beflügeln

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Vakzin oder Placebo? Eine Impfspritze im Rahmen der Phase-3-Studie von Moderna an einem Studienzentrum in Florida.

COVID-19-Vakzine

Moderna beantragt EU-Zulassung für Corona-Impfstoff