Anlagen-Kolumne

Mehrere Eisen gegen COVID-19 im Feuer

Von Dr. Hanno Kühn Veröffentlicht: 16.04.2020, 16:58 Uhr

Die Corona-Pandemie hat Volkswirtschaften überall auf der Welt weitgehend zum Stillstand gebracht. Weite Teile des Gesundheitssektors arbeiten mit Hochdruck daran, die medizinische Versorgung der Erkrankten zu gewährleisten sowie Therapien und einen Impfstoff zu entwickeln. Unter anderem werden derzeit folgende Ansätze verfolgt:

  • Einsatz von Medikamenten gegen die Symptome von COVID-19: Dazu werden Patienten beispielsweise mit Pirfenidon (Hersteller Roche, zugelassen gegen idiopathische Lungenfibrose) oder Solnatide (Apeptico, zugelassen gegen akutes Lungenversagen) behandelt.
  • Tests mit Medikamenten gegen andere virale Erkrankungen: Auf ihre Wirksamkeit gegen COVID-19 getestet werden zurzeit verschiedene antivirale Medikamente, die für die HIV- oder Hepatitis-C-Behandlung zugelassen sind, sowie der Malariawirkstoff Chloroquin (Bayer). Eine weitere, noch nicht zugelassene, jedoch im Labor bei Ebola und MERS wirksame Substanz ist Remdesivir von Gilead. Die ersten Daten aus einer klinischen Studie in China werden für Ende April erwartet.
  • Entwicklung eines Impfstoffs: Einige Virologen gehen davon aus, dass COVID-19 nicht wie etwa SARS wieder verschwinden, sondern – einer Grippe ähnlich – eine jährlich wiederkehrende Infektion auslösen wird. Deshalb ist eine Immunisierung der Bevölkerung ein wichtiges Mittel der Wahl. Ein Schwerpunkt der Forschung liegt auf RNA-basierten Impfstoffen; einige werden bereits erprobt. Einen vielversprechenden Ansatz verfolgt zum Beispiel der Tübinger Biotech-Spezialist CureVac. Intensiv diskutiert wird aber auch die Herstellung eines Passivimpfstoffs aus Antikörpern von Genesenen.

Welche Unternehmen tatsächlich die erfolgversprechendsten Ansätze verfolgen, lässt sich derzeit schwer sagen. Für Anleger im Segment Healthcare empfiehlt sich daher ein breites Portfolio, in dem die verschiedensten Kandidaten vertreten sind.

Dr. Hanno Kühn ist Chief Investment Officer der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank).

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