Apps im Gesundheitswesen

Migräne-App hält Kopfschmerz in Schach

Veröffentlicht:

NEU-ISENBURG (mn). Patienten, die per App ihre Migräneattacken protokollieren, können ihren Ärzten per Fingertipp gleich noch die zugehörigen Statistiken liefern.

Patienten mit Migräne können mit einem Migräne-Tagebuch ihre Kopfschmerzen protokollieren und so nachvollziehen wann, unter welchen Umständen und mit welchen Symptomen sie einen Migräneanfall bekommen.

Was früher noch umständlich auf Papier gemacht werden musste, geht jetzt ganz einfach über eine Applikation (App) auf dem Smartphone oder Tablet-PC. Zum Beispiel mit der kostenlosen App "Migräne-Tagebuch" des Arzneimittelherstellers Acis.

Die App unterstützt aber nicht nur den Patienten: Auch der behandelnde Arzt kann von dem Migräne-Tagebuch auf Smartphone und Co. profitieren, da er so eine detaillierte Dokumentation des Symptomverlaufs bei seinem Patienten erhält.

Nachdem der Nutzer sein Profil eingetragen hat, kann er unter dem Menüpunkt "Protokollieren" Datum, Uhrzeit, Dauer und die gefühlte Schmerzstärke über einen Schieberegler einstellen.

Anhand einer Grafik können Patienten genau lokalisieren, welches das betroffene Schmerzareal ist. Zudem gibt es die Möglichkeit, weitere Symptome des Migräneanfalls, wie Übelkeit, Sehstörungen oder Müdigkeit, hinzuzufügen.

Medikamenten-Tagebuch

Auch Details wie auslösende Faktoren - etwa Stress, Wetter oder Sport - können eingegeben werden. Ein Vorteil ist dabei, dass es immer ein Feld gibt, in dem der Patient die Möglichkeit hat, individuelle Symptome oder Faktoren einzutragen.

Migräne Tagebuch

Preis: kostenlos

Speicherplatz: 2.5 MB

Sprache: deutsch

Anforderung: Erfordert iOS 4.2 oder neuer.

Zum Download: Appstore

Außerdem kann der Patient hinzufügen, welches Medikament er genommen hat - mitsamt Dosis und Darreichungsform. Diese detaillierten Angaben können Ärzten dann bei der Behandlung helfen.

Unter dem Punkt "Auswerten" erhält der Nutzer eine Kalenderübersicht über seine Migräne-Attacken, so lassen sich die Anfälle unkompliziert zurückverfolgen.

Der Menüpunkt "Statistik" gibt Ärzten und Patienten eine Übersicht über die Häufigkeit der Migräneattacken, die durchschnittliche Schmerzstärke und die häufigsten auslösenden Faktoren (wie zum Beispiel Nahrungsmittel oder Stress).

Unter "Info" erhält der Nutzer zudem Informationen, etwa zur nicht medikamentösen Therapie oder vorbeugende Maßnahmen.

Mehr zum Thema

„Neolexon“ und „Nia“

AOK PLUS setzt neue Gesundheits-Apps auf

Kooperation | In Kooperation mit: AOK-Bundesverband

Digitale Gesundheitsanwendungen

Apps auf Rezept bislang 40.000 Mal verordnet

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Der Bundestag diskutiert darüber, ob eine Corona-Impfpflicht eingeführt werden soll. Die Öffentlichkeit spürt sehr wohl, dass die Politik im Nebel stochert.

© Jens Krick / picture alliance / Flashpic

Kommentar zur Corona-Impfpflicht

Die Debatte ist der Anreiz, nicht die Pflicht

Tendenz weiter nach oben: Mit bis zu 400.000 Infektionen durch Omikron pro Tag rechnen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und RKI-Präsident Lothar Wieler (l.).

© Wolfgang Kumm / dpa

Neue Testverordnung

PCR-Tests: Details zur Priorisierung kommen nächste Woche

Blick in den Wartebereich einer Notfallambulanz: Künftig sollen Patienten bereits vorab via Ersteinschätzung in den richtigen Versorgungsbereich vermittelt werden.

© Bernd Settnik / ZB / picture alliance

Neuer Reformvorschlag

Digitaler Tresen soll Notfallreform retten