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Blutverdünnung

Mord-Anklage gegen Hebamme

Wegen versuchten Mordes muss sich demnächst eine 34 Jahre alte Hebamme vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft München wirft der Frau vor, das Leben von vier werdenden Müttern gefährdet zu haben.

Veröffentlicht:

MÜNCHEN. Die Staatsanwaltschaft München hat Anklage gegen eine 34 Jahre alte Hebamme erhoben. Die Anlage lautet versuchter Mord.

Der Frau wird vorgeworfen, vier werdenden Müttern im Münchner Klinikum Großhadern vor dem Kaiserschnitt ein blutverdünnendes Medikament verabreicht zu haben. Die Patientinnen mussten mit notfallmedizinischen Maßnahmen gerettet werden.

Schon zuvor soll die Hebamme in einem hessischen Krankenhaus ähnlich gehandelt und das Leben von fünf Frauen gefährdet haben, so die Staatsanwaltschaft.

Es sei davon auszugehen, dass die 34-Jährige mit ihrer beruflichen Situation unzufrieden gewesen sei, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

Seit etwa einem Jahr sitzt die Hebamme in Untersuchungshaft. Ein möglicher Prozesstermin steht noch nicht fest. (dpa)

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