NRW bündelt Telemedizin in einem Zentrum

KÖLN (iss). In Nordrhein-Westfalen entsteht am Bochumer Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen ein landesweites Zentrum für Telemedizin.

Veröffentlicht:
NRW-Ministerin Steffens: Schwerpunkt Nutzen.

NRW-Ministerin Steffens: Schwerpunkt Nutzen.

© sepp spiegl / imago

Die Hauptaufgabe der neuen Einrichtung soll die umfassende Beratung von Telemedizinanbietern bei der Einführung von telemedizinischen Anwendungen sein. Das Projekt ist nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums bundesweit einmalig.

"Dabei soll die Nutzerorientierung ein besonderer Schwerpunkt werden und auch das Profil des Zentrums ausmachen", sagte Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne).

Das gelte sowohl für technische Fragen als auch für die Bereiche Datenschutz, Schulung und Qualifizierung. Zwar gebe es im bevölkerungsreichsten Bundesland die meisten Telemedizinprojekte, aber sie seien noch nicht wesentlich über den Projektstatus hinaus gekommen.

Für das Telemedizin-Zentrum stehen Fördergelder in Höhe von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Sie sind Teil eines Gesamtförderpakets von zehn Millionen Euro, das Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union in den kommenden drei Jahren für telemedizinische Anwendungen wie Teletherapie, Telemonitoring, Telekonsil und Teleradiologie bereitstellen.

"Das Potenzial dieser Technologien ist erheblich und soll genutzt werden, um Versorgungsdefizite zum Beispiel in ländlichen Regionen auszugleichen", sagte Steffens.

Weitere Aufgaben des künftigen Zentrums für Telemedizin werden der Ausbau der Modellregion Telemedizin Ostwestfalen-Lippe und die Pflege des Portals Telemedizin24.de sein.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Videosprechstunden bieten Ärzten und Patienten mehr Flexibilität.

© KRY

Videosprechstunde

Mit Telemedizin zu neuen Patienten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: DMS Digital Medical Supply Germany GmbH
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Psychologische Interventionen

Sprechende Medizin: 10 Schritte bei chronischen Schmerzen

Künstliche Intelligenz

Medizinische Angaben gegenüber KI sind oft lückenhaft

Lesetipps
Ein Läufer, der sein Knie mit blauem Tape versorgt hat.

© baranq - stock.adobe.com

Muskuloskelettale Erkrankungen

Was bringt Kinesiotaping?

Der Boden eines Krankenhauses ist zu sehen. Auf einem Band steht in großen Buchstaben: NOTAUFNAHME.

© David/stock.adobe.com

Vergleich Mensch und Maschine

Sprachmodelle bei der Diagnosestellung Ärzten wohl oft ebenbürtig