Innovationsfonds

Netze starten mit eigenen Projekten

Bis zum 5. Juli müssen die Anträge für den Innovationsfonds beim Projektträger DLR eingereicht werden. Auch Praxisnetze sind am Start.

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BERLIN. Der Innovationsfonds hat in weiten Kreisen des Gesundheitswesens Begehrlichkeiten geweckt. Schließlich sollen über vier Jahre hinweg je 300 Millionen Euro für innovative Versorgungsprojekte und für die Versorgungsforschung bereitgestellt werden. Bei der Netzkonferenz Ende April von KBV und Agentur Deutscher Arztnetze (ADA) zeigte sich, dass auch bei den Netzen einige Projekte in der Schublade liegen, die ins Rennen um die Förderung gehen werden.

Um größere Chancen zu haben, haben sich dabei jeweils mehrere Netze zusammengetan, denn nur wenn die Ergebnisse übertragbar auf die Versorgung in ganz Deutschland sind und wenn genug Patienten für eine schnelle Evaluation eingeschlossen werden können, haben Projekte eine Chance. Die Initiativen aus der ADA im Einzelnen:

Elektronische Arztvisite (elVi): Initiiert vom Netz Medizin und Mehr in Bünde, soll elVi zeigen, wie eine elektronische Visite mit Übertragung von Vitaldaten, aber auch von Bild und Ton (Videokonferenz), Ärzten in Kooperation mit Pflegekräften oder MFA mit geringerem Ressourceneinsatz als bisher erlaubt, Patienten zu betreuen. Vor allem auf dem Land soll so Ärztemangel vorgebeugt werden.

ARENA: Arzneimitteltherapiesicherheit im Bereich der Antibiotikatherapie steht, ähnlich wie bei einem Projekt der KBV im Fokus. Ziel ist es, die Über- und Fehlversorgung bei Infekten abzubauen und beispielsweise den Einsatz von Reserveantibiotika zu reduzieren.

Open Notes: Initiator Optimedis will die Compliance der Patienten dadurch stärken, dass Patienten Zugriff auf ihre komplette Patientenakte bekommen. Das Projekt ist inspiriert durch Ergebnisse ähnlicher Projekte in den USA. (ger)

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