Anlagenkolumne

Neue Ertragsquellen sind Schlüssel für den Anlageerfolg

Seit Wochen zeigen sich die Börsen richtungslos. Kaum erholen sich die Kurse, tauchen neue Schreckensmeldungen auf. In diesem Umfeld Entscheidungen zu treffen tun sich selbst hart gesottene Investmentprofis schwer.

Von Gottfried Urban Veröffentlicht:

Soll ich meine Anlagen so belassen wie bisher? Bedenken Sie: Die alten Favoriten sind selten die neuen. Im Ergebnis ist das Risiko, in naher Zukunft schlechter als der Markt abzuschneiden, erheblich größer als die Chance, zumindest teilweise Boden gut zu machen.

Eine weitere Möglichkeit: Aussteigen und nur noch auf vermeintlich "wasserdichte Anlagen" setzen. Das sind Zinsanlagen der Bank und vielleicht noch Immobilien. Die Folge: Der Anleger wandelt sich wieder zurück in den Kontosparer, der nach Steuern und Inflation real Geld verliert. Doch was, wenn eine wichtige Bank Pleite geht und das Einlagensicherungssystem der Banken überfordert ist? Im Gegensatz dazu sind Wertpapierdepots wenigstens nicht Teil der Bankbilanz und damit insolvenzgesichert.

Der dritte Weg ist der dornigste, denn im ersten Schritt muss eine Bestandsaufnahme her: Passt die Depotaufteilung noch zu meinen kurz-, mittel- und langfristigen Zielen? Gibt es neue Ertragsquellen, die zur Stabilisierung beitragen können? Die Antwort: Ja, es gibt sie, neue Ertragsquellen und Anlageklassen, die noch in vielen Depots fehlen, aber genau richtig sind, um ein Depot fit für die nächsten Jahre zu machen.

Welche Ertragsquellen sind unabhängig von der Börsenentwicklung und können ein Depot stabilisieren? Als erstes fällt dem Anleger die Anlage in Edelmetalle ein, das zwar weder Zinsen noch Dividende bringt, aber eine robuste Krisenwährung darstellt. In jedem Fall aber Grund und Boden, dazu gehört auch Wald. Egal ob die Wirtschaft gut oder schlecht läuft, Wald wächst immer - durch den biologischen Substanzzuwachs.

Zwar wird auch die im Depot befindliche Gewerbeimmobilie von wirtschaftlichen Abschwüngen betroffen, ist aber trotzdem für die Beimischung geeignet da sie als Sachwert einen Inflationsschutz darstellt.

Alternative, neue Ertragsquellen im Depot sind der Schlüssel für den Anlageerfolg der nächsten Jahre. All diese Ertragsquellen eignen sich hervorragend als Ergänzung eines traditionellen Zins- und Dividendentiteldepots. Das neue Depot soll in allen Marktphasen zumindest ein ausgeglichenes, aber niemals nachhaltig negatives Ergebnis erwirtschaften. Anleger sollten aber darauf achten, dass die neuen Vermögensklassen transparent und liquide bleiben. Am Besten eignen sich dafür staatlich beaufsichtigte Investmentfonds.

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