Neuer Vorsitzender der katholischen Kliniken

KÖLN (ava). Der Generalvikar des Bistums Osnabrück, Theo Paul, ist neuer Vorsitzender des Katholischen Krankenhausverbandes Deutschlands (KKVD). Er löst in diesem Amt den Münsteraner Weihbischof Dieter Geerlings ab, wie der Verband am Mittwoch in Köln mitteilte.

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Der KKVD vertritt bundesweit etwa 435 Kliniken in katholischer Trägerschaft mit etwa 98.000 Betten und 165.000 Beschäftigten. In katholischen Krankenhäusern werden den Angaben zufolge jährlich mehr als 3,5 Millionen Patienten stationär und fünf Millionen ambulant versorgt.

Paul erklärte nach seiner Wahl, als besondere Herausforderung für den Verband sehe er, die Spannung zwischen wirtschaftlichem Denken und Werteorientierung in den kirchlichen Kliniken glaubwürdig zu gestalten.

"Insbesondere stehen wir mittel- und langfristig vor der Herausforderung, christliche Persönlichkeiten für Führungspositionen zu gewinnen, die in der Lage sind, die christliche Identität nach innen und außen lebendig und wirkmächtig sein zu lassen."

Paul ist seit 1997 Generalvikar des Bistums Osnabrück. Seit 2004 ist er Vorsitzender des Katholischen Krankenhausverbandes der Diözese Osnabrück, dem Zusammenschluss von derzeit 18 Krankenhäusern in katholischer Trägerschaft. Er stammt aus Bad Laer im Landkreis Osnabrück.

Nach einer Ausbildung zum Industriekaufmann machte Paul das Abitur und studierte in Frankfurt und Münster Theologie. 1981 wurde er zum Priester geweiht. Paul ist seit 2010 Verwaltungsratsvorsitzender des katholischen Entwicklungshilfswerks Misereor.

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