Projekt „Schneller gründen“
Neuerungen für MVZ und BAG: Gründungen online künftig innerhalb von 24 Stunden möglich
Ärztinnen und Ärzte können bald online innerhalb von 24 Stunden eine GmbH gründen, das Bundesdigitalministerium arbeitet an bürokratischen Erleichterungen. Derzeit dauert der Prozess bis zu acht Wochen.
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Ob Start-up oder MVZ: Unternehmensgründungen sollen in Deutschland künftig deutlich schneller über die Bühne gehen.
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Berlin. Ärztinnen und Ärzte, die eine GmbH gründen möchten – zum Beispiel als MVZ oder Berufsausübungsgemeinschaft – können sich auf bürokratische Erleichtungen freuen. Künftig soll es innerhalb von 24 Stunden möglich sein, online ein Unternehmen zu gründen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor. die Regierung verweist darin auf das Projekt „Schneller gründen“, das sie gemeinsam mit dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung vorantreibt. Demnach sollen Unternehmensgründungen in Deutschland einfacher, schneller und vollständig digital ermöglicht werden. Geplant ist:
- der Aufbau einer zentralen Gründungsplattform
- den Prozess zur Erteilung der Steuernummer zu beschleunigen
- eine Ende-zu-Ende-Digitalisierung der Gewerbeanmeldung
- Beschleunigung der Eintragung ins Handelsregister.
2024 gab es 585.000 Gründer:innen in Deutschland. Im vergangenen Jahr wurden mit 3.568 Neugründungen so viele Start-ups gegründet wie noch nie zuvor. Künstliche Intelligenz gehört bei fast jedem dritten Start-up zum Geschäftsmodell. Die Gründung einer GmbH dauert derzeit im Durchschnitt vier bis acht Wochen.
Förderkredit Nachfolge
Darüber hinaus unterstütze die Bundesregierung Betriebsübergaben branchenunabhängig und deutschlandweit „mit vielfältigen finanziellen und nicht-finanziellen Instrumenten“, heißt es. Beispielhaft werden die gemeinsam von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) betriebenen Unternehmensnachfolgebörse Nexxt-Change und den zinsverbilligten ERP-/KfW-Förderkrediten genannt – wie der ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge, bei dem eine Bürgschaftsbank eine 100-prozentige Garantie für die jeweilige Hausbank übernimmt. Auch der ERP-Gründerkredit Start-Geld und der ERP-Förderkredit KMU stünden Neu- und Nachfolgegründungen offen.
Im vergangenen Jahr 2025 habe sich das Zusagevolumen beim ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge auf 96 Millionen Euro belaufen, bei insgesamt 350 geförderten Vorhaben - davon seien 15 Millionen Euro für 57 Vorhaben in den ostdeutschen Bundesländern, inklusive Berlin, geflossen.
Startgeld für Gründer
Beim ERP-Gründerkredit Startgeld habe das Zusagevolumen im Jahr 2025 rund 270 Millionen Euro betragen. Insgesamt 3507 Vorhaben seien gefördert worden, 38 Millionen Euro hätten 477 Vorhaben in den ostdeutschen Bundesländern, inklusive Berlin, betroffen.
Beim ERP-Förderkredit Kleine- und Mittelständische Unternehmen (KMU) habe das Zusagevolumen im Jahr 2025 rund 6,226 Milliarden Euro betragen. 12.839 Unternehmen seien auf diese Weise gefördert worden, 847 Millionen Euro für 3213 Vorhaben hätten Firmen in Ostdeutschland, inklusive Berlin, erhalten. (kaha)






