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Telemedizin nicht praktikabel

Neuruppin: Chefarzt fordert Erhalt von Kliniken

Dr. Achim Franzen wendet sich mit einem Offenen Brief an Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher.

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Neuruppin. Nach der Ankündigung von Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne), Gespräche über Alternativen zu den vom Träger geschlossenen Kliniken für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg in Neuruppin zu führen, hat nun der Chefarzt der HNO-Klinik, Dr. Achim Franzen, den Erhalt der Kliniken gefordert. In einem offenen Brief an Nonnemacher, der der ÄrzteZeitung vorliegt, sprach er sich gegen die Aufrüstung anderer Krankenhäuser und für einen Erhalt der Kliniken am Standort Neuruppin aus. Die im Gesundheitsausschuss des Brandenburger Landtags diskutierte Nutzung von Telemedizin und die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten sei angesichts der Schwere der in Neuruppin behandelten Fälle nicht praktikabel.

„Warum wollen Sie so viel Geld aufbringen, wenn es doch schon alle Strukturen in der Universitätsklinik Neuruppin gibt und man die Schließung nur noch rückgängig machen müsste“, fragte Franzen in seinem Brief. „Noch stünden die Ärzte in Neuruppin zur Verfügung. Bei der Planung der Schließung seitens des Universitätskrankenhauses sei der Betriebsrat nicht gefragt worden. Wie die weitere Versorgung aussehen sollte, wurde ebenfalls nicht geplant. Alternativen der Geschäftsführung zur Einsparung wurden auch nicht benannt, so Franzen. „Somit drängt sich die Frage auf, ist es nicht am einfachsten, die Schließung einfach zurückzunehmen und vielleicht das Klinikum finanziell zu unterstützen mit der Auflage, gerade diese Abteilungen zu erhalten?“ (lass)

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